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Rotes Kreuz

30.03.2009

Fuchs führt Geschäfte noch bis zur Neuwahl

Erst ein paar Wochen ins Land ziehen lassen, gründlich analysieren und voraussichtlich im Herbst zu Neuwahlen laden - diesen Fahrplan gibt der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Roland Fuchs, nach dem Abstimmungsdebakel vor. Von Thomas Gossner

Von Thomas Gossner

Aichach-Friedberg. Erst ein paar Wochen ins Land ziehen lassen, gründlich analysieren und voraussichtlich im Herbst zu Neuwahlen laden - diesen Fahrplan gibt der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Roland Fuchs, nach dem Abstimmungsdebakel vom Freitagabend vor. Bis dahin will Fuchs die Geschäfte noch kommissarisch führen und sich dann endgültig aus der Verantwortung zurückziehen. "Als SPD-Mann bin ich Niederlagen gewöhnt. Aber da war ich schon etwas konsterniert", sagte Fuchs, der auch 2. Bürgermeister in Friedberg ist, unserer Zeitung.

Mit 52 zu 50 Stimmen hatte Fuchs bei der Jahreshauptversammlung nur eine hauchdünne Mehrheit erhalten, obwohl es im Vorfeld weder offene Kritik noch einen Gegenkandidaten gegeben hatte. Er nahm die Wahl daraufhin nicht an, und auch alle Versuche, schnell einen Ersatz zu finden, scheiterten. Roland Fuchs spricht zwar von einer Hinterfotzigkeit; er glaubt aber nicht, dass es sich um eine gezielte Abwahl gehandelt habe, weil die Gegenseite sonst einen eigenen Kandidaten für den Vorsitz präsentiert hätte. Ein paar "Nörgler" hätten wohl zündeln wollen, eine Strategie stehe nicht dahinter, glaubt Fuchs. Die Gründe für den Denkzettel am Wahlabend sieht er aber durchaus in seiner Person: "Ich bin nicht der Typ, der von Tisch zu Tisch geht, die Leute streichelt und ihnen sagt, was sie für tolle Hunde sind."

Nur gut 100 von rund 2000 Mitgliedern im Kreisverband hatten den Weg zur Jahreshauptversammlung nach Wulfertshausen gefunden - in der Annahme, dass alles seinen geregelten Gang gehen werde. Besonders die Aktiven fehlten nach der Einschätzung von Beobachtern.

Fuchs führt Geschäfte noch bis zur Neuwahl

Der Putsch gegen amtierende Vorsitzende ist beim Roten Kreuz freilich nichts Ungewöhnliches. Schon der erste Kreisvorsitzende Gerhard Muther wurde gegen den eigentlich als gesetzt geltenden Landrat Josef Bestler gewählt - und wenige Jahre später ohne Vorwarnung in die Wüste geschickt. Auch Fuchs selbst kam vor 16 Jahren ins Amt, weil Mitglieder gegen den Sanierungskurs aufbegehrten, den die Führungsmannschaft um den damaligen Landrat Theo Körner (CSU) steuerte.

Fuchs war der Wunschkandidat, der ohne Stallgeruch antrat und seither den Kreisverband auf Erfolgskurs steuerte. "Ich habe damals einen Scherbenhaufen vorgefunden. Mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin setzt sich dagegen in ein wohlgeordnetes Haus", sagte Fuchs. Unter rund 100 Kreisverbänden, die sich im Jahr 2007 einem freiwilligen Rating unterzogen, erreichte das Rote Kreuz Aichach-Friedberg den neunten Platz.

Wolfgang Schuß wird als Nachfolger gehandelt

Wer für die Nachfolge in Frage kommt, ist offen. Beide Stellvertreter, die FDP-Landtagsabgeordnete Brigitte Meyer und CSU-Kreisrat Stefan Stocker, hatten bereits am Freitag abgelehnt. Chancen werden Wolfgang Schuß eingeräumt. Der parteilose Friedberger Finanzreferent ist Schatzmeister des BRK-Kreisverbands und in den Rot-Kreuz-Gliederungen gut vernetzt.

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