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Soziales

21.07.2016

Für Behinderte gibt es zu wenig Jobs

SPD-Abgeordnete Strohmayr besucht die Aichacher Elisabethschule

Die Elisabethschule Aichach-Friedberg ist eine der ersten Förderschulen in Bayern mit dem Schulprofil Inklusion. Umgesetzt wird dies vor allem in Form von integrativen Maßnahmen, erfuhr SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr laut Pressemitteilung bei einem Besuch in Aichach.

Im April 2015 erhielt die Elisabethschule, Förderzentrum geistige Entwicklung des Vereins Lebenshilfe Aichach-Friedberg, das Schulprofil. Schulleiterin Christiane Nerb-Straub erläuterte: „Jeder Schüler nimmt mindestens einmal an einer inklusiven Maßnahme teil.“ Dazu gehören beispielsweise das Musical „Wolle, Wiwi, Wawa und Wuwu“ mit Musikern, Partnerklassen an Regelschulen, eine Schullandheimfahrt mit dem Diedorfer Gymnasium und die Sternsingeraktion. Stundenweise können Schüler mit entsprechender Qualifikation an Gymnasien, Realschule, Mittel- oder Grundschule gastieren.

Für mehr als 30 Jahren bietet die Elisabethschule Kindern mit besonderem Förderbedarf einen Lern- und Lebensraum. Insgesamt circa 150 Kinder gehen hier in 14 Klassen und zwei Vorschulgruppen zur Schule. Sie gliedert sich in die schulvorbereitende Einrichtung (SVE), das integrative Kinderhaus, die Grundschulstufe 1 bis 4, die Mittelschulstufe 5 bis 9 sowie die Berufsschulstufe Klasse 10 bis 12.

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Besonders der Übergang ins Berufsleben ist ein Schwerpunkt. An dem Tag, als Strohmayr zu Besuch ist, findet ein Elternabend just zu diesem Thema statt. Strohmayr stellt fest: „Die Integration der Schülerinnen und Schüler mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung, vor allem in einer Gesellschaft, die nach dem Prinzip der Inklusion leben möchte.“ Wichtig sei es dabei, einzubinden statt auszugrenzen. Doch, so stellt Nerb-Straub fest, Inklusion gehe den einen nicht schnell genug, den anderen geht es viel zu rasch.

So hält die Schulleiterin beispielsweise die Qualifizierung am Arbeitsplatz in Form von Langzeitpraktika für entscheidend. Durch die Vor-Ort-Qualifizierung werden Arbeitsplätze geschaffen, die genau auf den Bedarf der Einzelnen zugeschnitten sind.

„In der freien Wirtschaft gibt es aber viel zu wenige Jobs. Da muss noch viel mehr passieren. Und die Maßnahmen der Arbeitsagentur und Begleitsysteme müssen flexibler werden“, konstatiert dazu Strohmayr. (AN)

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