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Inchenhofen

24.01.2019

Gasunfall bei Brunnensprengung: Polizei erhebt Vorwürfe

Abgesperrt war nach dem Gasunfall das Wasserhaus an der Sainbacher Straße. Im Untergeschoss hatten dort im August neun Personen nach einer Brunnensprengung leichte Verletzungen erlitten. Es hatte sich Kohlenmonoxid gebildet. Archivbild
Bild: Erich Echter

Die Aichacher Polizei schließt Ermittlungen nach der Brunnensprengung mit neun Verletzten im Sommer ab. Warum die Beamten konkrete Versäumnisse sehen.

Der Gasunfall im Zuge einer Brunnensprengung im vergangenen Jahr in Inchenhofen könnte strafrechtliche Folgen für zwei Verantwortliche haben. Die Aichacher Polizei hat die Ermittlungen nach dem Vorfall mit neun Verletzten vom August 2018 nun abgeschlossen. Sie sieht Versäumnisse bei zwei Verantwortlichen der Sprengfirma.

Vier Mitarbeiter der Sprengfirma müssen ins Krankenhaus

Alles in allem ist die Sache damals gut ausgegangen. Mit drei Sprengungen sollte der alte, längst vom Netz genommene Brunnen an der Sainbacher Straße verfüllt werden. Alle drei Sprengungen klappten problemlos. Als Beteiligte danach im Untergeschoss des Wasserhauses, wo sich der Brunneneingang befand, nach dem Rechten sehen wollten, spürten sie gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die Polizei verzeichnete am Ende neun Verletzte, vier davon – alles Mitarbeiter der Sprengfirma – mussten sogar ins Krankenhaus. Schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitt allerdings keiner. Strafanzeige stellte laut Aichacher Polizei keiner der Betroffenen.

Brunnensprengung: Es geht unter anderem um fahrlässige Körperverletzung

Die Ursache war bald klar: Im Untergeschoss hatte sich nach der Sprengung Kohlenmonoxid in einer erhöhten Konzentration gebildet. Nichts Ungewöhnliches bei Sprengungen. Allerdings schreibt die Sprengstoffverordnung vor, dass nach jeder Sprengung die Schadstoffkonzentration gemessen werden muss. Peter Löffler, Pressesprecher der Aichacher Polizei, erklärt: „Es ist nicht gemessen worden.“ Das haben die Ermittlungen der Inspektion inzwischen ergeben. Die Polizei wirft dieses Versäumnis zwei Verantwortlichen der mit der Sprengung beauftragten Firma vor. Es geht aus Sicht der Polizei deshalb um fahrlässige Körperverletzung und einen Verstoß gegen die Sprengstoffverordnung.

Ob und welche Konsequenzen das für die Verantwortlichen hat, ist nun Sache der Staatsanwaltschaft.

Lesen Sie dazu den Artikel "Kohlenmonoxid bei Brunnensprengung: Betroffene hatten viel Glück"

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