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Aichach

22.12.2018

Geburtshilfe: Menschen protestieren mit Postkarten

Rund 150 Postkarten haben die Teilnehmer der Kundgebung in Aichach für die Geburtshilfestation ausgefüllt. Sie wurden in Form eines Weihnachtsbaumes abfotografiert und sind nun in den Schaufenstern des Cafés Koch und der Bärenapotheke in Aichach zu sehen.
Bild: Marcos Laves

Gegen die Schließung der Geburtshilfe am Aichacher Krankenhaus kommen 150 Postkarten zusammen. Weitere Aktionen sind geplant.

Wie geht es weiter mit der Geburtshilfestation im neuen Aichacher Krankenhaus, die zwar noch eingerichtet, aber nicht mehr eröffnet wurde? Zuletzt hatten SPD samt Stadtratsfraktion, Jusos und Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), CSU, ÖDP, die Grünen sowie die Arbeiterwohlfahrt und der Deutsche Hebammenverband eine Kundgebung am Aichacher Tandlmarkt veranstaltet, bei der rund 150 Teilnehmer für den Erhalt der Station demonstrierten.

Dabei hatten Bürger die Möglichkeit, mit Postkarten „ihre Meinung zu sagen“. Diese sollten symbolisch an einen Weihnachtsbaum gehängt werden. Doch das stürmische Wetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Laut Kristina Kolb-Djoka, Vorsitzende der ASF, sind rund 150 Postkarten zusammengekommen. Sie wurden nun in Form eines Weihnachtsbaumes ausgelegt und fotografiert. Aus dem Foto wurden Plakate angefertigt, die ab sofort in den Schaufenstern des Cafés Koch und der Bärenapotheke in Aichach zu sehen sind.

Weitere Aktionen für Aichacher Geburtshilfe geplant

Die Postkarten selbst sollen laut Kolb-Djoka am Montag, 7. Januar, an Landrat Klaus Metzger übergeben werden. „Wir bleiben da dran“, kündigt die ASF-Vorsitzende an. Das gelte auch für andere Parteien. So sind Kolb-Djoka zufolge auch die Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr (SPD) aus Augsburg, Hansjörg Durz (CSU) aus Neusäß sowie die Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko (CSU) und Christina Haubrich (Grüne) eingebunden. Die ASF-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete Maria Noichl wolle am 1. Februar in Kissing das Thema ansprechen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr hat inzwischen eine schriftliche Anfrage an die Bayerische Staatsregierung gestellt, ob eine Anwesenheits- oder Rufbereitschaftspauschale zulässig ist, die durch den Träger der Kliniken – beim Aichacher Krankenhaus ist das der Landkreis – bezahlt wird. In der Anfrage, die unserer Zeitung vorliegt, will Strohmayr wissen, in welchen Krankenhäusern in Bayern freiberuflichen Ärzten und Hebammen solche Pauschalen bezahlt werden und ob die Staatsregierung darin rechtliche Probleme sieht.

Kolb-Djoka sagt: „Keine Frau bekommt ihr Kind über Amazon gesendet, daher muss es humane Angebote für Frauen und Väter, die heute meist dabei sind, geben. Keine Frau möchte am Fließband in einem bestimmten Zeitfenster gebären, weil es [...] zu wenig Personal gibt.“

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