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Geburtshilfestation in Aichach: Notlage mit Ansage

Kommentar Von Ulrike Eicher
25.07.2018

Die vorübergehende Schließung der Geburtshilfeabteilung am Krankenhaus in Aichach ist ein Schock. Seit Jahrzehnten werden im Krankenhaus in der Paarstadt Babys geboren – und dass die Station lediglich für ein paar Wochen zu ist, kann den Schock nur wenig mildern. Denn wie soll es überhaupt weitergehen danach?

Schon im Juni war klar, dass sich ein Engpass bei den Beleghebammen abzeichnen könnte. Nur wenn alle gesund bleiben, geht es überhaupt, so hieß es damals. Wie groß die Not tatsächlich ist, das zeigt sich jetzt. Denn obwohl sogar eine neue Hebamme für die Abteilung gewonnen werden konnte, ist das Konstrukt in sich zusammengebrochen. Die Notlage kam fast mit Ansage. Und sie könnte jederzeit wieder auftreten – selbst wenn sich die Lage im September erst einmal entspannen sollte in Aichach.

Die Konsequenzen tragen die werdenden Mütter. Geburten sind die natürlichste Sache auf der Welt und kein Randthema, das sich irgendwie vernachlässigen ließe. Dass in kleinen Kliniken immer weniger Platz dafür sein soll, ist ein Skandal. Hier ist die große Politik gefordert. Sie muss endlich Lösungen finden, um den Hebammenberuf zu retten. Nur das kann auch in kleineren Häusern dauerhaft das Überleben der Geburtshilfe sichern.

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