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Die spektakulärsten Aichacher Kriminalfä

21.05.2009

Geiselnahme mit der Spielzeugpistole

30 Jahre Polizei Aichach, das sind auch 30 Jahre Kriminalitätsgeschichte im Landkreis. Beim Polizeifest auf dem Stadtplatz am Sonntag wird eine Ausstellung an die spektakulärsten Verbrechen der vergangenen Jahrzehnte erinnern.

1967 "Todesschuss von Aichach": Ein junger Mann probiert am Stadtplatz seinen Revolver aus. Der Querschläger trifft Karl Schropp, der beim Mitternachtsschoppen im Gasthof Specht saß, tödlich.

1969 Der "Ausbrecherkönig" Theo Berger wird im Wald zwischen Aichach und Schrobenhausen verhaftet. Im Laufe seiner kriminellen Karriere brachte er es auf 70 Auto- und andere Diebstähle, Raubüberfälle und Automatenaufbrüche. Weil er die Polizei immer wieder zum Narren hielt, avancierte der Bauernsohn aus Ludwigsmoos zum Volkshelden. 36 seiner 62 Lebensjahre verbrachte er hinter Gittern. 2003 erhängte er sich in seiner Straubinger Zelle.

1974 Ein Mann, den die Polizei wegen Fahrens ohne Führerschein im Verdacht hat und kontrolliert, hält bei Allenberg (Schiltberg) fünf Beamte stundenlang mit einer Pistole in Schach. Wie sich hinterher herausstellt, ist die Waffe eine täuschend Spielzeugpistole. Der Fall sorgt bundesweit für Schlagzeilen.

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1976 Im Dezember wird der sechsjährige Eustachius Hell aus dem Kühbacher Ortsteil Paar auf dem Heimweg von der Schule von einem Neuburger entführt und ermordet. Als der Junge bereits tot ist, fordert der Täter von den Eltern 200 000 Euro Lösegeld.

1980 Ein 55-jähriger Familienvater nimmt in Alsmoos (Petersdorf) zehn Stunden lang seine Familie als Geiseln und erschießt sich selbst.

1993 Mit einem Hüttendorf am Mandlachsee protestieren Mitglieder der "Aktionsgemeinschaft rettet das Mandlachgebiet" gegen den geplanten Bau einer Deponie für Schlacke aus der Müllverbrennungsanlage Lechhausen. Nach vier Wochen reißen zwei Hundertschaften der Polizei das Hüttendorf ab.

1994 Die Polizei nimmt Mitglieder der "Disco-Mafia" fest, die mit einer Serie schwerer Verbrechen von Raub und Erpressung über Brandstiftung bis hin zu drei Morden für Angst und Schrecken sorgten. Ein Aichacher Unternehmer wird von den Tätern ermordet und in einem Pumpenhäuschen am Radersdorfer Baggersee einbetoniert. Ein Unternehmer aus Wertingen wird erdrosselt und im Wald bei Haslangkreit vergraben. Für besonderes Entsetzen sorgt der Mord an einer unbeteiligten 16-Jährigen vor einer Dasinger Disco.

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