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Kreishallenbad

05.03.2009

Geld gibt es nur für die Extras

Mit seinen Vorschlägen über die künftige Finanzierung des Kreishallenbades in Schrobenhausen fühlt sich Bürgermeister Karlheinz Stephan nach seinen Worten sehr wohl: Egal, ob das Bad generalsaniert oder neu gebaut wird - die Stadt wird sich nicht finanziell beteiligen. Von Claudia Stegmann

Schrobenhausen. Mit seinen Vorschlägen über die künftige Finanzierung des Kreishallenbades in Schrobenhausen fühlt sich Bürgermeister Karlheinz Stephan nach seinen Worten sehr wohl: Egal, ob das Bad generalsaniert oder neu gebaut wird - die Stadt wird sich nicht finanziell beteiligen. Lediglich bei einem Neubau "mit Extras", die den Standard des jetzigen Bades erheblich anheben, kann sich Stephan vorstellen, über eine Beteiligung an den Mehrkosten zu sprechen. In welchem Rahmen sich diese Beteiligung bewegen wird, ist noch völlig unklar. Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass es einen 1:1-Ersatz-Neubau nicht geben wird: Die Ausstattung des inzwischen 38 Jahre alten Bades entspricht einfach nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Unter "Extras" stellt sich Stephan beispielsweise ein bis zwei weitere 25-Meter-Bahnen vor. Außerdem könnten ein Kleinkinderbecken, ein Massagebecken im Außenbereich und Aqua-Gymnastik-Angebote das Bad wesentlich aufwerten. Diese Vorschläge fanden im Stadtrat einhellig ihre Zustimmung. "Eine Generalsanierung ist nicht mehr zeitgemäß", meinte etwa Richard Felbermeir. Stattdessen müsse ein Erlebnisbad her. Dem stimmte auch Ulrich Hartmann zu: Selbst wenn man fünf Millionen Euro in eine Generalsanierung stecken würde, hätte man immer noch ein unattraktives Bad, war seine Meinung.

Die Grundtendenz ging deshalb eindeutig in Richtung Neubau, auch wenn es noch kein grünes Licht für Zuschüsse gibt: 70 Prozent der förderfähigen Neubaukosten könnte der Staat übernehmen, wenn das Projekt in das Konjunkturpaket aufgenommen wird. Und die werden nach Meinung von Bäderreferent Karl-Erwin Lutz mit Sicherheit unter den geplanten neun Millionen Euro liegen, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit nur der schulisch genutzte Bereich bezuschusst wird.

Sollte es zu einem Neubau kommen, wird das alte Hallenbad auf keinen Fall abgerissen. Denn die Sanierung des Daches in den vergangenen Monaten hat über 200 000 Euro gekostet und wäre damit laut Landrat Roland Weigert eine "Steuersünde". Der Stadtrat soll sich deshalb überlegen, wie das Gebäude sinnvoll genutzt werden könnte.

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