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Sielenbach

18.11.2010

Gemeinde sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Sielenbach für die Zukunft gut gerüstet

Ein Jahr der Baustellen und Investitionen hat die Gemeinde Sielenbach hinter sich gebracht. Bürgermeister Martin Echter sieht seine Gemeinde für die Zukunft gut gerüstet. Vor allem, weil keine größeren Investitionen anstehen. Von Gerlinde Drexler

Sielenbach. Ein Jahr der Baustellen und Investitionen hat die Gemeinde Sielenbach hinter sich gebracht. Bürgermeister Martin Echter sieht seine Gemeinde für die Zukunft gut gerüstet. Vor allem, weil keine größeren Investitionen anstehen: "Wenn man alles betrachtet, sind wir auf einem guten Weg", war sein Fazit auf der Bürgerversammlung.

Alle drei Ortsdurchfahrten seien neu ausgebaut, das Kanalnetz und die Abwasserentsorgung sind im besten Zustand, sämtliche Verbindungsstraßen und Wirtschaftswege neu gebaut, vier Baugebiete mit rund 120 Baugrundstücken wurden erschlossen und die Feuerwehren seien bestens ausgestattet. Das Vereinsleben sei rege und zum Abschluss der Sanierung der Wallfahrtskirche kamen eine ganze Reihe von kirchlichen Würdenträgern in die Gemeinde, zählte der Bürgermeister in seinem Bericht auf.

Investitionen: Rund 1,2 Millionen Euro gab die Gemeinde 2009 aus. Die drei größten Posten mit jeweils rund 300 000 Euro waren die Tilgung der Kredite, der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges, das Ende November kommen wird, und der Neubau des Rathauses mit Sozialwohnungen und Bauhofhalle. Der Neubau sei eine Investition für die Zukunft, ist Echter überzeugt. Eine Sanierung des alten Rathauses, das feucht und in energetisch schlechtem Zustand ist, wäre nur eine halbe Sache gewesen, sagte der Bürgermeister: "Ich bin überzeugt, dass das für unsere Gemeinde die richtige Entscheidung war." Rund 120 000 Euro investierte die Gemeinde in Grundstückskäufe für Ausgleichsflächen und die Erweiterung des Gewerbegebietes. Etwa genauso viel kostet der zweite Bauabschnitt des Straßenbaus im Baugebiet "Südlich der Schule". Im Frühjahr werde die Maßnahme abgeschlossen werden, sagte Echter.

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Nahwärme: Als Vorzeigeprojekt für die Zukunft bezeichnete er das Nahwärmekonzept, das in Zusammenarbeit mit Johann Finkenzeller in Tödtenried geschaffen wurde. Binnen zwei Jahren hätten Feuerwehrhaus, Kindergarten, Gemeindewohnungen und etwa 90 Wohnhäuser ihr Heizsystem von Öl auf Biogas umgestellt, war Echter stolz.

Finanzen: Auch finanziell steht die Gemeinde gut da. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 305 Euro liege man sogar noch unter dem Wert von 1994, hatte der Bürgermeister ausgerechnet. Damals hatte die Gemeinde mit 476 Euro Schulden pro Einwohner den bis dato niedrigsten Stand. Zur Jahrtausendwende lag die Verschuldung mit 1621 Euro pro Kopf am höchsten. Optimistisch ist Echter, was die Einnahmen an Gewerbesteuern betrifft. Statt der erwarteten 440 000 Euro rechnet er in diesem Jahr mit 630 000 Euro.

Zukunft: Neben der Fertigstellung des Rathauses plant die Gemeinde in den nächsten Jahren auch die energetische Sanierung der vier Gemeindewohnungen. Die Planung für die Erweiterung des Gewerbegebietes steht und der Rad- und Gehweg von Sielenbach bis zur Gemarkungsgrenze Wollomoos ist in Planung. Demnächst beginnen die Verhandlungen über Grundstücksabtretungen, sagte Echter.

Schule: Sorgen macht Echter die Zukunft der Schule. Wenn alles wie geplant läuft, soll zum kommenden Schuljahr der Verbund mit Friedberg, Stätzling und Dasing starten. "Sollte der scheitern, besteht noch die Möglichkeit, einen Verbund mit Altomünster einzugehen."

Der Gemeinderat und er hätten in vielen Sitzungen mit dem Schulamt und möglichen Verbundpartnern alles getan, um den bestmöglichen Weg zu gehen, sagte der Bürgermeister.

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