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Rehling

16.11.2019

Gemeinderat: Kanalsanierung in Rehling wird teurer

Diese Schafe, die östlich von Rehling grasen, haben die Ruhe weg. Um die Kanalsanierung müssen sie sich nicht kümmern.
Foto: Josef Abt

Bei der Pumpstation in Au besteht dringend Handlungsbedarf. Bei St. Stephan ist der Deckel undicht.

Umfangreicher und damit teurer als angenommen werden die Sanierungen der Abwasser-Pumpstationen der Gemeinde Rehling. Das wurde in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag deutlich. Bürgermeister Alfred Rappel trugt die neusten Erkenntnisse zusammen mit Michaela Meyer vom Ingenieurbüro Sweco im Rat vor.

Rehling: Mehr Aufwand als nötig ist geplant

Das Thema war schon im April behandelt worden, nachdem das Ingenieurbüro empfohlen hatte, ältere Pumpstationen auf deren Leistungsfähigkeit und Zustand hin zu überprüfen. Konkret geht es um die Abwasserpumpstationen in der Hörgelaustraße, Oberer Römerweg, Allmering, Au, Gewerbegebiet (Regenüberlaufbecken) und die Pumpstation am Sportplatz, die vom Gemeinderat für eine Generalsanierung eingeplant waren.

Wie Michaela Meyer nun erläuterte, hat die Prüfung der zum Teil etwa 20 Jahre alten Abwasserpumpstationen ergeben, dass mehr Aufwand als geplant nötig sein wird.

Die Pumpstationen sollen so umgerüstet werden, dass eine Druckprüfung durchgeführt und dadurch mittels weiterer Sensoren auch Leckagen in der Leitung festgestellt werden können. Armaturenschächte werden ebenfalls für die Hochdruckspülung der Druckleitung benötigt. Weil die Druckprüfungen aufgrund der zahlreichen Anschlüsse von Einzelanwesen schwierig ist, müsse mit dem Wasserwirtschaftsamt geklärt werden, ob alternativ der Nachweis über die Durchflusswassermenge durch den Einbau von Sensoren am Leitungsanfang und am Leitungsende erbracht werden könnte. Solche Druckprüfungen seien aber derzeit mit der damals gewählten Technik nicht zu machen, so Meyer.

Pumpen erbringen nur noch einen Teil der ursprünglichen Leistung

Bei der Überprüfung der Schächte und Anlagenteile wurde weiter festgestellt, dass die Pumpen nur noch einen Teil ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit erbringen. Dadurch wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu gering, wodurch sich Ablagerungen bilden und die Leitungen sich zusetzen. Das wird zumindest bei der Pumpstation in Au angenommen. In der Leitung Richtung Sägmühl werden größere Ablagerungen vermutet. Im Übergabeschacht in Sägmühl wurden Korrosionsschäden festgestellt, die auf Faulungsprozesse in der Druckleitung hinweisen. Um Druckprüfungen durchführen zu können, müssen weitere, dem Pumpschacht vorgelagerte Übergabeschächte gebaut, und die Pumpen erneuert werden. In Sankt Stephan wurde festgestellt, dass der Schachtdeckel der Pumpstation nicht regendicht ist und die Aggregate teilweise schon geflutet und stark korrodiert sind.

Hier muss zusätzlich eine ganz spezielle Schachtabdeckung mit Gasdruckfedern (Kostenpunkt dafür allein rund 12 000 Euro) eingebaut werden. Waren ursprünglich für diese Maßnahmen rund 230000 Euro geschätzt, so wird dieser Betrag aufgrund der neuesten Erkenntnisse wohl noch erheblich ansteigen.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Schächte in Etappen zu sanieren. In der Dringlichkeit oben steht die Sanierung des Schachtes in Au/Sägmühl. Das Ingenieurbüro wird die Ausschreibungen erarbeiten und dann wird der Gemeinderat entscheiden, welche Maßnahmen in welchen Zeitabschnitten ausgeführt werden. Die Gemeinde will außerdem Fördermöglichkeiten prüfen. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für diese Vorgehensweise, das schnelle Umsetzen der Anlage in Au und den regendichten Betondeckel in St. Stephan.

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