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Gemeinderat

15.11.2019

Gemeinderat: Neue Krippe in Pöttmes wird ab 2020 gebaut

Einen Anbau wird die Geneinde Pöttmes nächstes Jahr am Kindergarten Spatzennest erstellen.
Bild: Claudia Klimes

Plus In der Marktgemeinde Pöttmes soll eine neue Kinderkrippe als Anbau am Kindergarten Spatzennest entstehen. Wie das Projekt aussieht.

Der Markt Pöttmes braucht eine neue Kinderkrippe. Sie soll als Anbau am Kindergarten Spatzennest in Pöttmes entstehen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag stellten Architektin Claudia Schwalm und ihr Mann Helmut Schwalm eine grobe Planung vor. Die Gemeinde hat drei Krippengruppen beantragt. Helmut Schwalm zufolge beginnen die Bauarbeiten voraussichtlich im April. Weiter sagte er: „Es wäre schön, wenn wir eine Betriebsaufnahme im September 2021 hätten.“

Pöttmes: Kindergarten Spatzennest wird mit Anbau zu einem Kinderhaus

Der Kindergarten Spatzennest wird mit dem Anbau der Krippe zu einem Kinderhaus. Die Firsthöhe beider Gebäude ist gleich. Die Krippe soll ein Satteldach erhalten. Sie ist in Massivbauweise geplant und soll, wie der Kindergarten, Kunststofffenster bekommen. Alle Aufenthaltsräume werden mit Akustikdecken ausgestattet. Auf ein Gutachten, ob das tatsächlich erforderlich ist, verzichtet die Gemeinde. Bürgermeister Franz Schindele und Peter Fesenmeir von der Bauverwaltung verwiesen auf Erfahrungen beim Bau des Kinderhauses Klapperstorch. Schindele betonte, wie wichtig die Akustikdecken in seinen Augen sind: „Viele Erzieher scheiden vorzeitig aus, weil die Lärmemission ein gesundheitliches Problem darstellt.“

Die bestehende Ölheizung im Kindergarten reicht nicht aus, um das gesamte Kinderhaus zu versorgen. Sie hat außerdem das Ende der durchschnittlichen Lebensdauer erreicht. Daher will die Gemeinde eine Heizzentrale für Neu- und Anbau mit Grundwasserwärmepumpe errichten. Alles andere komme schon aus Platzgründen nicht in Frage, so Fesenmeir. Beim Betrieb fahre man mit der Grundwasserwärmepumpe zudem am günstigsten.

Gemeinderat: Neue Krippe in Pöttmes wird ab 2020 gebaut

Auf Nachfrage von Alwin Wagner (CWG) hin beauftragte Schindele die Schwalms damit zu prüfen, ob eine Photovoltaikanlage auf dem Dach in das Heizkonzept integrierbar wäre. Die Statik des Dachstuhls ist Helmut Schwalm zufolge dafür ausgelegt. Auch auf dem Kindergarten gibt es eine solche Anlage.

Kindergarten: Zwischen Krippe und Kindergarten soll es eine Verbindung im Gebäude geben

Zwischen Kindergarten und Krippe wird es eine Verbindung im Gebäude geben. Der bisherige Mehrzweckraum des Kindergartens wird zu einem großen Speiseraum umgebaut, damit die Kinder die Möglichkeit haben, gemeinsam zu essen. Der Lärmschutzwall zum nahen Gewerbegebiet bleibt erhalten, soll aber so ausgehöhlt werden, dass für alle drei Krippengruppen ein eigener Bereich im Garten entsteht. Jeder der drei Gartenbereiche der Krippengruppen soll aber auch für die anderen Krippengruppen zugänglich sein. Auf der Straße werden neun zusätzliche Parkplätze geschaffen – fünf mehr als vom Landratsamt gefordert.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Schwalms mit der weiteren Planung zu beauftragen, die in einer der nächsten Sitzungen noch einmal genauer vorgestellt werden soll. Dann soll auch eine belastbare Kostenschätzung vorliegen. Die weiteren Details soll der Marktentwicklungsausschuss klären. Auf Nachfrage von Matthias Bissinger (Bürgerblock) sagte Fesenmeir, der Anbau werde sicher nicht ohne Beeinträchtigung für den Betrieb des Kindergartens vonstatten gehen. Gruppen müssten jedoch nicht geschlossen werden.

Derzeit sind im Kindergarten Spatzennest 20 zusätzliche Betreuungsplätze für Krippenkinder eingerichtet. Im Kinderhaus Klapperstorch gibt es übergangsweise weitere drei Plätze für Kinder unter drei Jahren, zwei für Kinder mit (drohender) Behinderung und vier für Kinder ab drei Jahren. Diese Ausnahmegenehmigungen entfallen laut Gemeinde ab September 2020. Im alten Postgebäude an der Augsburger Straße wurde vorübergehend eine Krippe eingerichtet. Sie ist mit zwölf Kindern voll belegt. Fünf stehen auf der Warteliste, da auch alle anderen Einrichtungen voll ausgelastet sind. Die Gemeinde rechnet damit, dass der Bedarf an Krippenplätzen weiterhin hoch bleibt.

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