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25.01.2008

Gemeinsame Datenbank für die Radiologie

Die Kliniken an der Paar sollen noch heuer oder spätestens im nächsten Jahr eine gemeinsame digitale Bilddatenbank für radiologische Aufnahmen erhalten. Das teilte Klinikgeschäftsführer Dr. Krzysztof Kazmierczak unserer Zeitung auf Anfrage mit. In dieser Woche gab es dazu erste Gespräche zwischen beiden Krankenhäusern.

Vorteil einer gemeinsamen Bilddatenbank: Patienten müssen nicht mehr Folien oder CDs, auf denen die Aufnahmen gespeichert wurden, zwischen beiden Krankenhäusern hin- und hertragen; wenn Ärzte neue Aufnahmen mit alten vergleichen wollen, müssen sie nicht mehr warten, bis die alten Aufnahmen aus dem Archiv gesucht werden.

"Die jetzige Praxis kostet Zeit und Geld", so Kazmierczak. Bis jetzt arbeiten die Radiologen an beiden Krankenhäusern mit unterschiedlichen Computerprogrammen. Die radiologische Praxis Dr. Lensch brachte laut Kazmierczak ihre eigene Software ans Krankenhaus Friedberg mit. Der Computertomograph (CT) am Aichacher Krankenhaus wurde mithilfe des Fördervereins vom Augsburger Zentralklinikum geholt. Da mit dem Zentralklinikum Daten ausgetauscht werden, musste die Software der Radiologie in Aichach mit der in Augsburg identisch sein.

Will ein Arzt in Aichach oder Friedberg CT-Aufnahmen des Patienten ans jeweils andere Krankenhaus schicken, geht das bisher zum Beispiel per CD-Rom. Extrem große Bilder, die vor allem bei Brüchen oder Tumoren wichtig sind, können dann allerdings nur an hochauflösenden Monitoren angeschaut werden. Werden die Dateien komprimiert - also kleiner - abgespeichert, sind sie laut Kazmierczak nicht für Befunde geeignet. Um das zu umgehen, wurden die CT-Aufnahmen oft auf Folien ausgedruckt und der Befund schriftlich mitgeschickt.

Das alles soll einfacher werden. Dazu muss sowohl die konventionelle radiologische Diagnostik als auch Computertomografie und Magnetresonanztomografie an beiden Häusern einheitlich digital und mit demselben Datenbanksystem arbeiten. "Da gibt es noch viel zu tun", sagt Kazmierczak.

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