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Sielenbach/Adelzhausen/Dasing

15.01.2013

Gerüstet für den Albtraum

Ein Busunfall – ein Albtraum für die Rettungskräfte – wurde jetzt in Sielenbach simuliert. Am Ende der Übung hatten die 164 Feuerwehrleute große Löcher in den ehemaligen Linienbus gerissen.
Bild: Wolfgang Holzhauser

164 Feuerwehrleute und 22 Sanitäter proben in Sielenbach für den Ernstfall: Busunglück 

Für jeden Angehörigen der Rettungsdienste im Landkreis dürfte wohl der Begriff „Busunfall“ ein wahrer Albtraum sein. Schnell denkt man an Schulkinder oder Pendler auf dem Weg nach Hause. An viele Verletzte. Hastig rücken die verfügbaren Kräfte aus Dasing, Adelzhausen und eben Sielenbach nach der Horrormeldung zur Unfallstelle aus. Vor Ort geht es darum, Kommunikationswege zu schaffen und den Opfern im Bus schnelle Hilfe zu leisten, bis die angeforderte Verstärkung eintrifft.

Doch an diesem Tag steht glücklicherweise kein Menschenleben auf dem Spiel. Die Verletzten sind Mitglieder und Freunde des Sielenbacher Burschenvereins, der Unfall eine Übung. Durch sie sollen die 164 anwesenden Feuerwehrleute und die 22 Rettungssanitäter lernen, im Notfall schnell und unkompliziert Hand-in-Hand zu arbeiten. Denn im Ernstfall ist jede Sekunde kostbar, wie Christian Happach erklärt.

Höchsten 60 Minuten Zeit, um die Verletzten zu bergen

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Der Kreisbrandinspektor leitet den heutigen Einsatz: „Wir haben höchstens 60 Minuten, um die Verletzten zu bergen und ins Krankenhaus zu bringen. Wenn wir kostbare Zeit verschwenden, dann könnte das schlimme Folgen haben.“ Deswegen sei die Chance, an einem ausgemusterten Bus zu üben, eine „besonders wertvolle Erfahrung“, so Happach. Diese haben die zwölf teilnehmenden Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis dem Sielenbacher Busbetrieb Ankner zu verdanken. Nur durch dessen ausrangierten Gelenkbus können die Rettungskräfte Vor- und Nachteile ihrer Geräte auf dem Hof des Unternehmens in der Praxis erleben. Denn, auch für die erfahrenen Floriansjünger ist ein verunglückter Bus ein seltener Einsatz, wie Kreisbrandrat Ben Bockemühl erklärt: „Zum Glück hatten wir noch nie genau so eine Situation. Das wäre wirklich nahe an einer Katastrophe. Aber sollte es doch einmal dazu kommen, dann gibt es Erfahrungswerte, die Menschenleben retten könnten.“ Vor allem die gelebte Theorie und das richtige Ansetzen von Schnitten erfordere praktische Erfahrung, so Bockemühl.

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