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18.05.2018

Gespinstmotten bei Schiltberg aktiv

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Gespinstmotten haben zwischen Gundertshausen und Holzhausen mehrere Bäume befallen.
Bild: Michael Schmidberger

Die kleinen Tiere haben zwischen Holzhausen und Gundertshausen Bäume befallen. Warum die Behandlung mit Gift hier nicht in Betracht gezogen wird.

Schiltberg Wie von Watte überzogen scheinen zwei Bäume zwischen Holzhausen und Gundertshausen in der Gemeinde Schiltberg. Das silbrig glänzende Netz bedeckt Stamm und Krone sowie eine Grasfläche im Umkreis von rund drei Metern. Fliegende Insekten sind zu beobachten und Tausende Raupen. Nach Informationen von Wolfgang Müller, Pressesprecher im Landratsamt Aichach-Friedberg, handelt es sich dabei um Raupen der Gespinstmotte. Wie im Vorjahr sind sie wieder im Landkreis zu finden.

Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zählen Gespinstmotten zu einer Familie der Kleinschmetterlinge. Je nach Art ernähren sich die Raupen von Blättern der Traubenkirsche, aber auch von Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden und manchmal sogar von Obstbäumen.

Die Insekten fressen die befallenen Bäume und Sträucher bis etwa Mitte Juni kahl. Äste und Stämme bleiben erhalten. Der Schleier dient den Tieren zum Schutz vor Fressfeinden und auch vor der Witterung. Gespinstmotten spinnen auf der Suche nach Nahrung neben Bäumen und Sträuchern auch Gräser, Kräuter und ganze Bänke ein. Pflanzen, die den Raupen nicht als Nahrungsquelle dienen, schadet der Befall nicht. Sie treiben noch im selben Jahr wieder aus. Für Menschen sind ihre Netze ungefährlich. Oft wird die Gespinstmotte aber mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Seine Härchen können heftige allergische Reaktionen auslösen. Der Nabu rät, die Gespinstmotten nicht mit Gift zu behandeln, denn dadurch verschwinden auch natürliche Feinde. Dazu zählen Vögel, Schlupfwespen oder Raubwanzen. Außerdem regele sich das Massenaufkommen durch Parasiten, die Eier und Raupen befallen, und durch Krankheitserreger in der Regel von alleine. Nicht nur im Wittelsbacher Land, auch in Thierhaupten (Landkreis Augsburg) und im Landkreis Günzburg sind Gespinstmotten in diesem Jahr zu finden.

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