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Pöttmes

14.07.2010

Gewerbesteuer spült Pöttmes mehr Geld in die Kasse als erwartet

Gewerbesteuer spült Pöttmes mehr Geld in die Kasse als erwartet

Die Marktgemeinde Pöttmes steht finanziell besser da, als zu Beginn des Jahres erwartet. Schon jetzt im Juli hat die Marktgemeinde vier Fünftel der für heuer erwarteten Gewerbesteuer in der Kasse, und wie es aussieht, kommt Kämmerer Alois Helfer auch mit deutlich weniger Schulden aus. Er stellte im Marktgemeinderat einen Zwischenbericht zum Haushalt vor. Von Nicole Simüller

Pöttmes Die Marktgemeinde Pöttmes steht finanziell besser da, als zu Beginn des Jahres erwartet. Schon jetzt im Juli hat die Marktgemeinde vier Fünftel der für heuer erwarteten Gewerbesteuer in der Kasse, und wie es aussieht, kommt Kämmerer Alois Helfer auch mit deutlich weniger Schulden aus. Er stellte am Dienstagabend im Marktgemeinderat einen Zwischenbericht zum Haushalt vor.

Helfer bezeichnete die Entwicklung bei der Gewerbesteuer als "sehr positiv". 685 000 von erhofften 850 000 Euro hat die Marktgemeinde bereits auf der Haben-Seite. Allerdings wird erst Ende des Jahres feststehen, ob und wie viel davon die Gemeinde aufgrund von Rückzahlungen wieder hergeben muss.

Auch der Verkauf der Bauplätze läuft besser als geplant. Beim Einkommensteueranteil, der größten Einnahmequelle der Gemeinde, wird Pöttmes nach Helfers Schätzung den Ansatz von 1,8 Millionen Euro erreichen. Zwar ist die Liquidität der Gemeinde geringer als in den vergangenen Jahren. Doch die Marktgemeinde nimmt heuer viel Geld für mehrere Großprojekte in die Hand.

Gewerbesteuer spült Pöttmes mehr Geld in die Kasse als erwartet

Darunter sind zum Beispiel der Umbau des Pöttmeser Marktplatzes, der nach dem Marktfest begann (veranschlagte Kosten: etwa 750 000 Euro), die Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Grimolzhausen, Osterzhausen und Pertenau (750 000 Euro), die Sanierung des Kindergartens Peter und Paul (950 000 Euro) sowie der Umbau des Westteils der Brauerei (1,1 Millionen Euro).

Die Marktgemeinde will sich damit die Chance auf umfangreiche Fördergelder sichern, die in den nächsten Jahren unter Umständen deutlich geringer ausfallen könnten. Trotz der Fördergelder rechnete die Verwaltung zu Beginn des Jahres damit, dass Kredite in Höhe von 1,5 Millionen Euro nötig werden würden. Bisher kam der Kämmerer ohne Schulden aus, doch schon bald werde im Marktgemeinderat ein entsprechender Beschluss nötig sein, sagte er am Dienstag. "Eventuell werden wir aber nur eine statt anderthalb Millionen Euro brauchen", deutete er an. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 80 Euro stehe Pöttmes im Vergleich zu anderen Kommunen immer noch gut da.

Weitere Themen der Sitzung:

Pertenau Der Anschluss von Pertenau an die zentrale Kläranlage in Pöttmes verschiebt sich unter Umständen auf nächstes Jahr. Das teilte Bürgermeister Franz Schindele im Marktgemeinderat mit. Die Gemeinde hat die Pläne bereits vor Wochen beim Wasserwirtschaftsamt eingereicht, das sie an die Regierung von Schwaben weiterleitete. Die Prüfung der Pläne dort könne lange dauern, da es um erhebliche Zuschüsse gehe, so Schindele. "Es kann sein, dass wir den Anschluss ins nächste Jahr schieben müssen", sagte er. In den Augen von Xaver Tyroller muss das kein Nachteil sein, da die Preise bis dahin vielleicht wieder niedriger ausfallen als in den nächsten Monaten.

Erdweggraben in Grimolzhausen Der Wasserverband Donaumoos wird den Erdweggraben in Grimolzhausen auf 250 Metern Länge renaturieren - auch um den Wasserabfluss zu verlangsamen, was vor allem bei Hochwasser den Anliegern zugutekommt. Weil der Wasserlauf zukünftig nicht mehr schnurgerade, sondern mäandrierend sein soll, braucht der Verband dazu einen 20 Meter breiten Uferstreifen, den die Marktgemeinde kostenlos zur Verfügung stellt. Im Gegenzug kommt der Verband für die Kosten der Renaturierung und den Unterhalt auf. Zwar votierte der Marktgemeinderat einstimmig für das Projekt. Doch Xaver Tyroller (CWG) äußerte Kritik daran, dass der Markt die nötigen Grundstücke kostenlos zur Verfügung stellen muss.

CSU-Fraktionssprecher Harald Tschernek wünschte sich dafür mehr Entgegenkommen vonseiten der Behörden. Wolfgang Baierl (CSU) regte eine Aufnahme auf das Ökokonto an. Das prüft derzeit die Gemeindeverwaltung. Die Renaturierung kostet nach Angaben des Wasserverbandes Donaumoos rund 30 000 Euro und soll im Sommer oder Herbst angegangen werden.

Heuweg in Osterzhausen Der Feldweg "Heuweg" in Osterzhausen wird zur Ortsstraße umgestuft. Dasselbe gilt für die Feldwege "Am Heuweg" und "Nähe Heuweg", die in Zukunft einfach "Heuweg" heißen werden.

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