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Grippe im Landkreis: Mangel an Impfstoff als Ausrede 

Kommentar Von Claudia Bammer
25.11.2018

Der Impfstoff im Wittelsbacher Land ist knapp. Das nutzt so mancher Impfmuffel aus.

Einige haben sie schon hinter sich: die erste g’scheite Erkältung. Auf eine richtige Grippe ist da natürlich erst recht niemand wild. Das zeigen die erschrocken-misstrauischen Blicke, die zurzeit jeden treffen, der mal unversehens hustet oder niest. Wer in diesen Tagen zugibt, ohne Grippeschutzimpfung durch die Welt zu wandeln, gilt manchem Zeitgenossen gleich entweder als leichtsinniger Luftikus und/oder als potenzieller Seuchenherd, von dem es gehörig Abstand zu halten gilt.

Erschwerend kommt dazu, dass Gesundheitsministerin Melanie Huml so vehement die Werbetrommel für die Grippeschutzimpfung gerührt hat, dass jeder noch Ungeimpfte ein schlechtes Gewissen bekommt. Wo doch sogar der Ministerpräsident vor viererlei Viren geschützt ist.

Impfmuffel bekommen jetzt aber Schützenhilfe von unerwarteter Seite: Der Impfstoff geht aus, die Hersteller können für diese Grippesaison nicht mehr liefern. Geimpft wird nur noch, solange Vorrat reicht. Wer da die wenigen noch vorhandenen Seren denen überlässt, die als stärker gefährdet gelten – Kinder und Ältere – gilt dann gleich nicht mehr als unberechenbare Virenschleuder, der alle anderen anstecken wird. Über Nacht ist er ein selbstloser Held.

Lesen Sie dazu den Artikel "Der Grippe-Impfstoff im Kreis wird knapp"

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