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Mering

02.07.2010

Gymnasium: 18 Millionen Euro für die Umbauvariante

Die Kosten für einen Neubau eines Gymnasiums in Mering sind zu hoch. Eine Umbauvariante der Hauptschule ist nun im Gespräch. Auf 18 Millionen Euro schätzen Fachleute die anfallendenen Kosten. Von Anton Schlickenrieder

Jetzt sind es doch 18 Millionen Euro geworden: Die Gutachten über den Sanierungsaufwand an der Meringer Hauptschule sowie den Erweiterungsbedarf sind fertig. In einem ersten Schritt ließ sich der Bauausschuss des Landkreises gemeinsam mit dem Meringer Schulverband die gesammelten Erkenntnisse nicht öffentlich vorlegen. Man tagte gemeinsam im Foyer des Meringer Realschul-Anbaues.

Landrat Christian Knauer ging in Schätzungen davon aus, dass eine Nutzung der bestehenden Hauptschule Mering, ergänzt durch einen Erweiterungsbau, von den Kosten her günstiger kommt als ein Neubau. Die Fachleute lieferten Zahlen: Für 18 Millionen Euro, so war zu erfahren, sind Sanierung und Umbau zu bekommen - plus eine Turnhalle. Ein Neubau wird von den Fachleuten auf 25 Millionen Euro geschätzt.

Dach muss gedämmt werden

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Die Brixx Projektentwicklungs GmbH (München) war mit dem Gutachten über den Bauzustand der 1972 errichteten und 2004 durch die "Red Box" erweiterten Hauptschule beauftragt. Sie erarbeitete mehrere Varianten etwa über ein zusätzliches Fluchttreppenhaus und die energetische Sanierung von Glas- und Fassadenteilen. Auch das Dach muss besser gedämmt werden, um die Verbrauchswerte der Energieeinsparverordnung zu erreichen.

Empfohlen wird mindestens eine Sanierung auf den aktuellen Stand der Technik. Der vom Schulverband Mering bisher mithilfe eines Treppenlifts umgangene Einbau eines Behindertenaufzugs wurde diskutiert. Eine erhöhte Belastung durch gefährliche Fasern in der Raumluft wurde nicht festgestellt.

Das Donauwörther Büro Obel und Partner prüfte, ob auf dem Gelände ein Erweiterungsbau untergebracht werden kann mit etwa 1800 Quadratmetern Hauptnutzfläche. In der Sitzung gab es dafür grünes Licht und mehrere Varianten.

Misstrauen ist gesät

Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler war auf Nachfrage zum Verlauf der nicht öffentlichen Sitzung nur leise Unzufriedenheit zu entlocken. "Das Misstrauen ist gesät." Worauf sich das bezieht, wollte er nicht sagen. Bekannt ist aber, dass der Schulverband Mering, dem auch die Gemeinde Ried angehört, nicht ohne Weiteres seine Bauwerke dem Landkreis zur Verfügung stellen will. Denn diese wurden mit Mitteln aus beiden Kommunen errichtet.

Mit den jüngsten Anmeldezahlen und den Stellungnahmen der Augsburger Gymnasiumsrektoren erhält das Thema weitere Brisanz. Herbert Hofmann etwa, Leiter des Rudolf-Diesel-Gymnasiums, zeigte sich sogar "froh darüber, dass das Meringer Gymnasium nicht kommt". Kandler poltert: "Das kann doch wohl nicht sein, dass er sich eine leichtere Arbeit wünscht und dabei einen Teil seiner Schüler diskreditiert." Von Anton Schlickenrieder

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