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22.06.2009

Haitzinger malt

Neuburg (eb) - Kaum fassen konnte der Einsäulensaal des Neuburger Schlosses die zahlreichen Gäste der Ausstellungseröffnung zu Horst Haitzingers Ölgemälden. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und Walter Roller, der stellvertretende Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, waren sich in der Bewertung des fantasievollen Künstlers einig.

Als Deutschlands besten Karikaturisten und einen der weltbesten Zeichner begrüßten sie den gebürtigen Österreicher, der seine Gäste ins zauberhafte und wohl auch glückliche Reich seiner Kindheit entführte. Mittelpunkt der spannenden Ausstellung sind fünf großformatige Ölgemälde, die ganz im Stile alter Meister Realität und Wunderbares verknüpfen. In der ganz eigenen, präzisen Handschrift des Zeichners bewegt sich Haitzinger zwischen Surrealismus, Symbolismus und magischem Realismus, lässt sein verwunschenes Haus in Öd auf einem der Arche "Noah" (Bildtitel) ähnelndem Schiff zurück, setzt Vögel und Schmetterlinge wie Hieronymus Bosch in Szene. Die vielschichtigen, tiefen und verwunschenen Bilder scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen und beeindrucken neben den handwerklichen Fähigkeiten vor allem durch unzählige Details, die sich erst beim genauen Hinsehen eröffnen.

Wie auch in seinen Karikaturen beschäftigt sich Horst Haitzinger in seinen Ölgemälden mit der Natur in all ihrer Vielfalt. Prangert er seit vielen Jahren mit seinen Zeichnungen die Zerstörung der Umwelt an, zeigt er in seinen Bildern ihre zauberhafte Schönheit. Kolibri und Schmetterling flattern durch "Adam und Eva", doch im Verborgenen lauern der Drache und die Schlange, verweisen auf die Vergänglichkeit aller Glückseligkeit.

Neben den sehenswerten Ölbildern des Künstlers sind auch eine ganze Anzahl seiner prägnanten Karikaturen zu betrachten. Haitzinger, der unter anderem für unsere Zeitung, den Bayernkurier und die tz arbeitet, hält Zeichnen für seine besondere Begabung und bringt laut Walter Roller Dinge spielend leicht und ohne Worte auf den Punkt. Er gewährt dem Betrachter damit den Blick auf das Wesentliche.

Dauer Bis 12. Juli dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr

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