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Benefizkonzert in Sulzbach

23.06.2015

Halleluja mit Hüftschwung

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2 Bilder
Die Happy Wednesday Singers aus Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) wussten ihr Publikum in der Sulzbacher Pfarrkirche zu begeistern.
Bild: Manuela Rieger

Happy Wednesday Singers stecken Zuhörer in der überfüllten Kirche St. Verena in Sulzbach mit ihrer Leidenschaft für Gospellieder an. Spenden kommen Tornado-Opfern zugute und Chor legt sogar selbst noch was drauf

Überfüllte Bänke im Kirchlein St. Verena im Aichacher Stadtteil Sulzbach, Gedrängel an der Tür und ungeduldige Blicke Richtung Altar. Halleluja, was ist denn hier los? Der Gospelchor Happy Wednesday Singers aus Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) gab am frühen Sonntagabend ein gut 60-minütiges Benefizkonzert für die Opfer des verheerenden Tornados in Affing und Umgebung und versetzte eine übervolle Kirche ins Gospelfieber.

Unter den Augen des amtierenden Bürgermeisters aus Affing, Markus Winklhofer, mit seiner Ehefrau Andrea sangen sich die Akteure schnell in die Herzen der Zuhörer. Aichachs stellvertretender Bürgermeister Helmut Beck zeigte sich ebenso begeistert wie Pfarrer Karl Heinz Reitberger von der Pfarreiengemeinschaft Obergriesbach.

Schon als die 14 Sänger ihr erstes Lied anstimmten, herrschte Begeisterung von der ersten bis zur letzten Reihe. Unter der Leitung von Marco Alexander Schick sang der Chor traditionelle und moderne Gospelsongs und animierte auch die Zuhörer zum Mitmachen. Was nicht einfach war, da jede Bank voll besetzt und der Bewegungsspielraum somit sehr begrenzt war.

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„Sixteen Tons“, „Sing to the Lord“: Das sind alles oft gehörte Gospelstücke, die viele Chöre im Repertoire haben. Doch der Gospelchor aus Zusmarshausen – zehn Damen und vier Herren – schaffte es, diesen Evergreens eine neue, eigene Note zu geben. Mit extremem Frauenüberschuss klingen die Lieder anders. Beeindruckende Soloeinlagen und die Liebe zur Musik, die jedem einzelnen Chormitglied anzusehen war, verzauberten Jung und Alt und steckten die Zuhörer an. Sätze, die fein abgestimmt groovten, manchen Solisten die Möglichkeit gaben, ihre Stimme zu präsentieren, und ausgeklügelte Rhythmen, die zum Mitklatschen animierten. Das Publikum hatte keine Probleme, den Offbeat gleich richtig zu klatschen und zum Schluss sogar eines der Lieder mitzusingen. Es groovte mit und ließ sich von der guten Laune des in Rot und Schwarz gekleideten Ensembles anstecken. Auch ein Novum brachte der Chor zu Gehör: Ein französisches Lied, das er neu einstudiert hatte und in Sulzbach zum ersten Mal in aller Öffentlichkeit sang.

Für das Publikum war es selbstverständlich, dass mit Abschluss des Konzertes Zugaben folgen mussten. Die Mitglieder des Chores ließen sich nicht lange bitten und gaben mehrere Stücke zum Besten, wofür sich das Publikum mit heftigem Applaus bedankte. „Ein wunderschönes Konzert“, freute sich eine Besucherin. Auch Chorleiter Schick war begeistert: „Unglaublich, wie viele Leute heute gekommen sind. Damit hätten wir nie gerechnet.“

Affings Pfarrer Max Bauer war ebenfalls unter den Zuhörern. Er hoffte auf einen gut gefüllten Spendenkorb. Das hat sich mehr als erfüllt. 2000 Euro sind am Ende zusammengekommen, teilt Chormitglied und Organisatorin Ingrid Hafner-Eichner (eine geborene Sulzbacherin) mit. 1800 Euro legten die begeisterten Konzertbesucher in den Korb und der Chor selbst „rundete“ auf. Da bleibt für die Betroffenen in Affing und Umgebung, Chor und Publikum wohl nur noch eins zu sagen: „Oh happy day.“

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