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Haushalt

24.05.2019

Hardhofgruppe nimmt Millionenkredit auf

Der Neubau der Wasseraufbereitungsanlage am Hardhof. Das Gebäude wird in Betonbauweise erstellt, Schalungswände sind bereits aufgebaut. Sobald das Gebäude fertig ist, werden die großen Anlagenteile über die Öffnung von oben eingehoben. Dann kann das Dach geschlossen werden.
Bild: Josef Abt

Die Aufbereitungsanlage war das beherrschende Thema in der Sitzung des Wasserzweckverbands. Mehr als 3800 Bürger in Aindling, Rehling und Hollenbach wollen möglichst uranfreies Wasser. Gebühren werden wohl steigen

Der Bau einer Aufbereitungsanlage war das beherrschende Thema in der Sitzung des Wasserzweckverbands der Hardhofgruppe am Mittwoch. Wie Bernhard Jakob als Vorsitzender mitteilte, haben die Arbeiten bereits begonnen – einen Monat früher als zunächst vorgesehen: „Der Boden ist schon betoniert und eine Wand eingeschalt.“ Man habe einen tragfähigen Boden vorgefunden. In der nächsten Sitzung könnte sich die Runde die Baustelle mal anschauen.

Verschiedene Aufträge wurden vergeben; dabei stellte sich heraus, dass wie derzeit üblich nur wenige Firmen Interesse daran haben, weil sie ohnehin schon ausgelastet sind. Die Firma Wilo aus Roth bei Nürnberg wird die Umverlegung der Zuleitung übernehmen. Das wird 542000 Euro netto kosten. Dazu kommt eine Garantieverlängerung auf vier Jahre sowie ein Vertrag, der die halbjährliche Wartung aller Aggregate und Ventile zum Inhalt hat.

Alfred Rappel, der Rehlinger Bürgermeister, sagte bei diesem Punkt: „Da muss man nicht groß umeinanderrechnen.“

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Für die Elektroarbeiten interessierten sich nur zwei Unternehmen aus Rehling. Die Firma Haberl erhielt den Zuschlag für 56900 Euro brutto. Die Firma Ulrich Stolz aus Aichach wird die Arbeiten im Bereich Türen und Fenster erledigen. Hier geht es um 12500 Euro. Die Firma Ziesenböck aus Westendorf erhält 45600 Euro für die Arbeiten der Zimmerer, Dachdecker und Spengler. Das Büro Steinbacher Consult erhielt den Auftrag, die Ausschreibung für die Elektronik vorzunehmen; dabei steht ein Betrag von gut 100000 Euro zur Debatte. Laut Bernhard Jakob wird das gesamte Projekt rund 1,2 Millionen Euro kosten.

Diese Summe hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Haushalt für das laufende Jahr, den Hermine Eisele erstellt hatte. Am Mittwoch erläuterte sie ihr Zahlenwerk. Unter der Bezeichnung „Unterhalt des sonstigen unbeweglichen Vermögens, Leistungsreparaturen und dergleichen“ taucht ein Betrag von knapp 178000 Euro auf. Darin sind zahlreiche kleinere Maßnahmen enthalten. „Weiter kürzen können wir fast nicht“, fand Bernhard Jakob, „weiterschieben bringt nichts.“

Zumal 2020 größere Reparaturen an der Hambergstraße zu erwarten sind. Der Bau der Aufbereitungsanlage wird über eine bereits beschlossene Gebührenanhebung finanziert. Der Verbandsvorsitzende machte klar, dass man um eine weitere Erhöhung nicht herumkommen werde. Der Verwaltungshaushalt über 841000 Euro löste ebenso wenig Debatten aus der Vermögenshaushalt über 1,24 Millionen Euro. Damit kann nun ein Kredit über eine Million Euro aufgenommen werden. Daneben werden den allgemeinen Rücklagen 195000 Euro entnommen. Die Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 95000 Euro. Der Schuldenstand wird von knapp 300000 Euro um rund eine Million Euro klettern.

Bis einschließlich 2022 wird sich daran nur geringfügig etwas ändern, wie aus dem Investitionsprogramm für die nächsten Jahre zu ersehen ist. Abschließend stellte Josef Settele die rhetorische Frage: „Was sollen wir machen?“ Dann schilderte der Kommunalpolitiker aus Gaulzhofen in der Marktgemeinde Aindling die Problematik: „Die Bürger fordern, dass sie gutes Wasser kriegen, möglichst uranfrei. Das kostet Geld.“ Die Hardhofgruppe versorgt derzeit 3830 Bürger in den Gemeinden Aindling, Hirschbach und Rehling mit Wasser.

Die Prüfung der Jahresrechnung 2018 werden auch in diesem Jahr wieder Anton Rutka, Bernd Will und Klaus Jakob übernehmen. Die Haushaltsüberschreitungen wurden abgesegnet. Dass im Maschinenhaus eine neue Steuerung benötigt wurde, hat dazu geführt, dass die Kosten deutlich höher als erwartet ausfielen.

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