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Rehling

23.08.2020

Hardhofgruppe nimmt Wasseraufbereitung in Rehling in Betrieb

Andreas Berger, der Technische Betriebsleiter in dem Betriebszweckverband, zeigt mit Stolz auf die Details der Reinigungsanlage, die nun alle Grenzwert-Vorschriften weit mehr als erfüllt.
Bild: Josef Abt

Plus Die neue Anlage des Rehlinger Wasserversorgers filtert Uran, Mangan und Eisen aus dem Trinkwasser. Sie kostet die Hardhofgruppe über eine Million Euro.

Die Wasserkunden vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Hardhofgruppe Rehling wird diese Nachricht freuen. Nach längerer Bauzeit ist die Aufbereitungsanlage für Uran, Eisen und Mangan seit 12. August ohne nennenswerte Probleme in Betrieb. Damit ist eine große Investition einschließlich Beprobungen und Probeläufen abgeschlossen.

Für die Anlage beim Hochbehälter im Hardhof hat der Wasserzweckverband einen Kredit in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufgenommen. Die Verantwortlichen in dem Zweckverband hoffen, dass sich die Schlussrechnung in diesem Rahmen bewege.

Wasser aus Rehlinger Flachbrunnen und Tiefbrunnen

Die Aufbereitungsanlage filtert verschiedene Inhaltsstoffe aus dem Wasser der Brunnen III und IV im Lechfeld: Uran aus dem Flachbrunnen III, wobei der zulässige Grenzwert eingehalten war, und Eisen- und Manganausschwemmungen, die im Tiefbrunnen IV festgestellt wurden. Derzeit wird Wasser überwiegend aus dem Flachbrunnen III gefördert.

Nachdem das Uran vollständig aus dem Wasser gefiltert wird, ist ein Mischen mit Tiefenwasser wie bisher nicht mehr erforderlich. Künftig wird Wasser im Wechsel aus dem Flachbrunnen und dem neueren Tiefbrunnen gefördert.

Filter mit Uran werden speziell entsorgt

In der Aufbereitungsanlage wird dem ankommenden Wasser in der Aufbereitungsanlage zuerst Sauerstoff zugesetzt, dann folgt der Ausscheidungsprozess von Eisen und Mangan in zwei großen Behältern. Diese ausgeschiedenen Teile kann man aus den Behältern mechanisch entleeren, diese Stoffe werden anschließend der Kläranlage zugeführt.

In dem neuen Gebäude beim Hardhof nahe des Hochbehälters ist in den letzten Monaten viel Technik verbaut worden. Hier befindet sich nun die moderne Aufbereitungsanlage zum Ausfiltern von Uran, Eisen und Mangan, was in insgesamt 4 Behältern geschieht.
Bild: Josef Abt

Bei Uran sieht es anders aus, hier gibt es nur die Möglichkeit vom Austausch der kompletten Filtereinheiten in den Behältern und diese Filter müssen anschließend spezialentsorgt werden.

Für die Bevölkerung soll es einen Tag der offenen Tür, voraussichtlich Ende Oktober, geben. Der Termin wird bei der nächsten Verbandssitzung festgelegt. (at)

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