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Affing-Haunswies

11.07.2010

Haunswies ist für ein Hundertjähriges gerüstet

Kirchlicher Segen für den Hochwasserdamm in Haunswies: Bürgermeister Rudi Fuchs (Mitte, links) und Geistlicher Rat Karl Bartenschlager übergaben das Regenüberlaufbecken gemeinsam der Öffentlichkeit. Foto: Claudia Hartmann
Bild: Claudia Hartmann

Offiziell übergeben wurde das neue Hochwasserrückhaltebecken im Affinger Ortsteil Haunswies bereits Mitte Mai. Jetzt erhielt das Bauwerk auch den kirchlichen Segen. Von Claudia Hartmann

Affing-Haunswies. Offiziell übergeben wurde das neue Hochwasserrückhaltebecken im Affinger Ortsteil Haunswies bereits Mitte Mai von den Bau- und Landschaftsplanern, Vertretern der Geldgeber, der beteiligten Unternehmen, Landkreis und Gemeinde.

Am Freitagabend erhielt das Bauwerk nun auch den kirchlichen Segen. Angeführt vom Musikverein Obergriesbach marschierten Ortsvereine, Gemeinderäte und zahlreiche Bürger vom Kirchplatz hinaus zur Edenriedener Straße, wo anschließend Geistlicher Rat Karl Bartenschlager das Bauwerk segnete.

Bürgermeister Rudi Fuchs erläuterte in seiner Ansprache die Wichtigkeit dieses Projektes. Die Gemeinde Affing hatte sich bereits sehr früh mit der Thematik "Hochwasserschutz" befasst. Ausschlaggebend war das Hochwasserereignis im August 2002. Daraufhin wurde eine Hochwasserschutzstudie für den gesamten Affinger Bach in Auftrag gegeben und zum Ende des Jahres 2004 vorgestellt. Dieses Konzept sah für den Ortsteil Haunswies einerseits ein Regenrückhaltebecken am Edenrieder Graben und ein weiteres Rückhaltebecken Richtung St. Jodok, Am Affinger Bach, vor.

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Neue Erkenntnisse

Neue Erkenntnisse zu den grundsätzlich vorgeschlagenen Rückhalte- und Objektschutzmaßnahmen ergaben sich durch das Starkregenereignis am 19. August 2005. Die Weiherstraße in Haunswies war komplett überflutet, die Keller vollgelaufen, alle Bäche und Wasserläufe traten über die Ufer und es entstand ein erheblicher Sachschaden. Daraufhin wurde das bisher vorgesehene Objekt modifiziert. Das Ergebnis hieraus waren letztlich das Rückhaltebecken beim Wasserhaus, eine Gewässerverrohrung in der Weiherstraße sowie eine kleinere Vorrichtung in der Jakobstraße.

Im Juni 2008 wurde mit dem Bau des Beckens begonnen. Bereits 13 Monate später, im Sommer 2009, war der Damm fertiggestellt. In der anschließenden Pflanzperiode wurde das Becken umfangreich begrünt. Das gewaltige Bauwerk kostete immerhin 1,1 Millionen Euro. 75 Prozent davon trugen in einer Kofinanzierung der Landwirtschaftsfonds der Europäischen Union (EU) und der Freistaat Bayern. Der Eigenanteil der Gemeinde Affing betrug rund 275 000 Euro.

Schutz auch für Unterlieger

Bürgermeister Fuchs zeigte sich der festen Überzeugung, dass sich die finanziellen Aufwendungen allemal gelohnt haben, nachdem jetzt die Bürger von Haunswies einen Hochwasserschutz HQ 100 haben, also für ein 100-jähriges Regenereignis gerüstet sind. Aber natürlich helfe dieses Bauwerk nicht nur dem Ortsteil Haunswies, sondern es entlaste auch alle am Unterlauf des Affinger Baches gelegenen Ortsteile.

Zum Schluss gab er seiner Hoffnung Ausdruck, mit dem Damm möge es wie mit der Feuerwehr sein: "Froh zu sein, dass wir sie haben, aber glücklich zu sein, dass wir sie nicht brauchen. Aber wenn es notwendig ist, dann sind wir allenfalls gut gerüstet." Anschließend erfolgte symbolisch mit dem Durchschneiden des Bandes von Pfarrer Bartenschlager und Bürgermeister Fuchs die Übergabe des Rückhaltebeckens an die Öffentlichkeit.

Nach dem Rückmarsch wurde im Festzelt des Schützenvereins noch etliche Stunden gefeiert. Unter Federführung des Maibaumkomitees gab es Sau vom Grill, Rollbraten mit Kartoffelsalat und natürlich Festbier. Der Erlös fließt einem karitativen Zweck zu. Von Claudia Hartmann

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