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Sitzung III

12.07.2018

Haunswieser Brunnen wird verfüllt

Schaden in voraussichtlich niedriger sechsstelliger Höhe hat laut Polizei der Brand im Juni an dieser Scheune in Haunswies angerichtet. Laut Gemeinderat Joseph Engelschalk war die Löschwasserversorgung ein Problem.

Gemeinderat Joseph Engelschalk hat dafür kein Verständnis. Er verweist auf ein akutes Löschwasserproblem

Für Joseph Engelschalk ist das ein richtiger Aufreger: Der Brunnen in Haunswies muss verfüllt werden. Dabei hat, wie er sagt, beim jüngsten Brand in Haunswies der Löschwasserbestand „hint’n und vorne nicht gereicht“.

Die Sache ist längst entschieden. Dahinter steht eine wasserrechtliche Anordnung des Landratsamtes. Am Dienstag sollte der Affinger Gemeinderat den Auftrag für die Verfüllung vergeben. Bei dieser Gelegenheit stellte Engelschalk die Aktion grundsätzlich infrage. Er bezog sich auf den Scheunenbrand am 23. Juni. Die Wasserleitungen hätten zu wenig Wasser hergegeben, die Gräben ebenfalls. Die Anordnung des Landratsamtes konnte Engelschalk deshalb nicht verstehen. „Dann sollen die halt auch mal ein bissl überlegen“, sagte er verärgert.

Verwaltungschef Tilo Leister erklärte, der erste Grundwasserstock sei fürs Brauchwasser gedacht, der zweite fürs Trinkwasser. Trinkwasserqualität habe der Haunswieser Brunnen nicht mehr. Selbst im Brandfall dürfe er nicht reaktiviert werden. Deshalb müsse er vom Netz, um eine Verunreinigung der Wasserleitungen zu vermeiden, erklärte Leister. Matthias Brandmeir verwies ebenfalls auf die Gefahr einer Verschmutzung. Sie werde wohl der Grund für die Maßnahme sein, vermutete er. Manfred Klostermeir forderte eine Begründung des Landratsamtes, „dass wir es auch verstehen da herinnen“. Bürgermeister Markus Winklhofer versprach, den Bescheid der Behörde an den Gemeinderat weiterzugeben. Klostermeir wollte das per Beschluss festgelegt wissen. Dem kam der Gemeinderat einstimmig nach. Gegen drei Stimmen (Engelschalk, Carlos Waldmann und Georg Brandmeier) nahm der Gemeinderat das Angebot der Firma Eder aus Herbertsfelden an. Sie verfüllt den Brunnen für 27000 Euro. Was die Versorgung im Brandfall anbelangt, versicherte Winklhofer, die Mindestanforderungen würden erfüllt. Auch sei eine Entnahmestelle mit angestautem Wasser relativ einfach herzustellen.

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Der Brauchwasserbrunnen der Kläranlage in Anwalting kann weiterlaufen. Der Gemeinderat stimmte der Erneuerung der wasserrechtlichen Genehmigung zu. Statt 2000 sollen dann jährlich 4000 Kubikmeter Wasser gefördert werden.

In der Öffentlichkeit war das Thema bislang nicht durchgeschlagen, am Dienstag meldete der Bürgermeister Vollzug: Der Eichenprozessionsspinner ist beseitigt. Befallen waren Bäume im Anwaltinger Weg, an der Realschule in Bergen und am Bauhof in Affing. Sämtliche befallenen Stellen seien nun frei von dem Schädling, so Markus Winklhofer. Das ist deshalb wichtig, weil die Härchen der Raupe bei Kontakt Rötungen, schmerzhaften Juckreiz und Schwellungen verursachen. Bei Allergikern kann es zu sogar zu Atemwegsproblemen kommen. (jca)

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