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Kühbach

06.07.2019

Hebauf bei der Kläranlage in Paar: Neubau liegt im Zeitplan

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Zu 70 Prozent sind die Arbeiten an dem Klärbecken, die Kübach und Inchenhofen gemeinsam betreiben, bereits abgeschlossen. Ende des Monats soll es fertig werden.
Bild: Gerlinde Drexler

Das neue Bauwerk der Gemeinden Inchenhofen und Kühbach ist bislang auch finanziell im veranschlagten Rahmen geblieben. Der Rohbau steht

Die Bauarbeiten an der neuen Kläranlage, die Kübach und Inchenhofen gemeinsam betreiben, liegen im Zeitplan. Auch der Kostenrahmen von insgesamt 7,9 Millionen Euro wird derzeit eingehalten. Der Zweckverband Paartal kombinierte seine Sitzung am Donnerstag mit einer Hebauffeier auf dem Gelände der Verbandskläranlage. Die Gemeinderäte beider Kommunen besichtigten die Baustelle im Ortsteil Paar.

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Der Rohbau des neuen Betriebsgebäudes steht schon, das große Klärbecken wird Ende des Monats fertig werden. Seit die Bauarbeiten Ende vergangenen Jahres begannen, hat sich viel getan. Robert Zangl, Bauleiter der Firma Wöhrl Schrobenhausen, und Planer Ruprecht Mayr vom gleichnamigen Ingenieurbüro präsentierten den Zuhörern die Zahlen. Rund 3000 Kubikmeter Aushub war mit Spezialgeräten für den inzwischen schon wieder renaturierten Retentionsraum bewegt worden. Anfang März war das bisherige Klärbecken leergepumpt und abgebrochen worden. Spundwände wurden eingebaut, um zwischen dem Klärbecken und dem Betriebsgebäude einen Arbeitsraum herstellen zu können. Bevor Mitte März mit dem Bau des Klärbeckens begonnen werden konnte, wurde das Grundwasser um 1,50 Meter abgesenkt und der Boden unter dem Becken mit Kiessand aufgefüllt und verfestigt. Rund 300 Meter Drainage liegen unter dem Becken. Für die Bodenplatte des Klärbeckens, die in einem Zug betoniert worden war, wurden 65 Tonnen Betonstahl verbaut.

Etwa 70 Prozent des Beckens seien bereits fertig, so der Bauleiter. Im innen liegenden Nachklärbecken, das bereits komplett fertig ist, wird gerade am sogenannten Königsstuhl gearbeitet. Über dieses Mittelbauwerk wird der Belebtschlamm in das Becken eingeleitet. Bis Ende des Monats werde das Klärbecken fertig sein, sagte Zangl.

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Von Juli bis September wird die Anlage schrittweise in Betrieb genommen

Rund 7,9 Millionen Euro betragen die Baukosten für die Anlage, die eine Ausbaugröße von rund 10000 Einwohnerwerten hat. Planer Mayr ist zuversichtlich, die Kosten einhalten zu können. Die schwierigen Bauabschnitte Tiefbau und das Kombibecken seien bereits abgedeckt, sagte er. „Wir erwarten in den nächsten Monaten keine großen Überraschungen.“ Im Zeitraum von Juli bis September soll die neue Kläranlage schrittweise in Betrieb genommen werden. Momentan läuft die Versorgung der Gemeinde über einen Notbetrieb der alten Kläranlage. Für die Kläranlagenwärter ist das eine Herausforderung, denn sie müssen mit einem Becken weniger trotzdem die vorgegebenen Werte einhalten.

Noch immer steht eine Klage im Raum

In der Nachbargemeinde Inchenhofen laufen bereits die Arbeiten für den Anschluss der Gemeinde an die neue Verbandskläranlage. Die Kühbacher Ortsteile waren schon an die alte Kläranlage in Paar angeschlossen. Für den Hauptort Kühbach wird von der Grundschule aus eine Leitung nach Paar verlegt. Zweckverbandsvorsitzender Johann Lotterschmid lobte den Baufortschritt und die gute Zusammenarbeit auf der Großbaustelle. „Ich bin bass erstaunt, wie alles funktioniert.“ Es würde wie ein Uhrwerk gearbeitet werden. Gelassen sieht er, dass noch immer eine Klage gegen das von der Gemeinde abgelehnte Bürgerbegehren gegen den Neubau der Kläranlage läuft. Werner Böhm hatte zwei Bürgerbegehren initiiert (wir berichteten), die beide vom Gemeinderat abgelehnt worden waren. Dagegen klagte Böhm beim Verwaltungsgericht. Einen Verhandlungstermin gibt es laut Nachfrage der Aichacher Nachrichten bisher noch nicht.

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