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06.03.2012

Heimatforscher  Rudolf Wagner gestorben

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Eine Torte zum 100. Geschichtsstammtisch überreichten Horst Lechner (rechts) und Wolfgang Brandner (links) an Rudolf Wagner im Oktober 2008.
Bild: Foto: Archiv

Heimatforscher mit Herz und Heiterkeit. Trauer um den Kreisarchivpfleger aus Kühbach

Aichach-Frieberg/Kühbach 1000 Jahre Klostergründung werden im Mai in Kühbach gefeiert. Rudolf Wagner hat den Anstoß für das Fest geliefert, indem er den Markt auf das Jubiläum hinwies. Selbst mitzufeiern war dem Kreisarchivpfleger nicht mehr vergönnt. Der bekannte Heimatforscher, Schulmann und Träger des Bundesverdienstkreuzes ist am Sonntag im Alter von 74 Jahren gestorben.

Mit Wagner, der sich vielfältig ehrenamtlich und kirchlich engagiert hat, verliert das Wittelsbacher Land eine Kapazität in Sachen Heimatforschung. Als solche bezeichnet ihn auch Wolfgang Brandner, Vorsitzender des Aichacher Heimatvereins, der von einem „großen Verlust“ spricht. Für den Heimatverein hat Wagner 1992 den Geschichtsstammtisch ins Leben gerufen, der im März zum 125. Mal stattfinden wird. Ein Verlust ist Wagner auch für den Landkreis, in dessen Diensten er seit 1970 als ehrenamtlicher Archivpfleger tätig war. Als solcher war Wagner für die Stadt Aichach und die Gemeinden Kühbach, Adelzhausen, Dasing, Eurasburg, Obergriesbach, Schiltberg und Sielenbach zuständig. Laut Brandner war er der dienstälteste Archivpfleger im Regierungsbezirk Schwaben.

Am Herzen lag Wagner auch das Jahrbuch „Altbayern in Schwaben“, dessen Redaktionsteam er angehörte und für das er zahlreiche Beiträge verfasste. Einen Namen hat sich Wagner als Redakteur des Heimatblattes gemacht, das monatlich im Verlag Mayer&Söhne erscheint. Dort widmete ihm Prof. Dr. Wilhelm Liebhart aus Altomünster, mit dem Wagner häufig zusammenarbeitete, zum 65. Geburtstag im Jahr 2003 einen biografischen Artikel:

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Rudolf Wagner wurde 1937 in Aichach geboren, er machte Abitur am Gymnasium St. Stephan in Augsburg und studierte an der Pädagogischen Hochschule Augsburg. Der Junglehrer war als Erstes in Kleinostheim in Unterfranken eingesetzt, wo er seine spätere Ehefrau Erika Kotschner kennenlernte, die er 1965 heiratete. 1963 kehrte Wagner zurück und unterrichtete an den Volksschulen in Schiltberg, Großhausen, Kühbach und Aichach. An der Aichacher Hauptschule war er von 1986 bis 1999 als Konrektor tätig. Dann ging Wagner aus gesundheitlichen Gründen in Frühpension, hielt aber, so weit wie möglich, an seinem heimatgeschichtlichen Engagement fest.

Der Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung  findet am Freitag, 9. März, um 14 Uhr in Kühbach statt.

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