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Dorfwirtschaft Hollenbach

10.03.2009

Heiße Debatten um ein altes Haus

Wann fällt die Entscheidung über die Zukunft der Alten Dorfwirtschaft in Hollenbach? Wird daraus ein Schmuckkästchen, oder droht doch die Abrissbirne?

Maria Hofreiter (CSU/FWG) gehört zu den Personen, die sich seit Jahren im Arbeitskreis für die Dorfwirtschaft engagieren. Im Gespräch mit den Aichacher Nachrichten beklagt sich die Gemeinderätin: "Mittlerweile ist kein vernünftiges Arbeiten mehr möglich. Es werden Gerüchte gestreut, die nicht wahr sind." Außerdem werde über Zahlen spekuliert, die nicht fundiert seien. Maria Hofreiter könnte sich vorstellen, dass die Risse im Sedlmeier-Haus nicht wie befürchtet von unten stammen, sondern von außen: "Eventuell ist es gar nicht nötig, dass man so viel Beton reingibt." Ihrer Ansicht nach handelt es sich hier um eine "Sache, die nicht brisant ist". Begründung: "Von der Dorfentwicklung können wir frühestens in fünf Jahren Geld erwarten."

Über einen Abriss des Gebäudes, das 150 Jahre alt ist, könne die Gemeinde nicht so ohne Weiteres entscheiden, weil es unter Denkmalschutz steht: "Wir können einen Antrag stellen, vielleicht steht es dann noch 15 Jahre." Eine Sanierung um jeden Preis wolle sie aber nicht durchsetzen: "Ich bin kein Fantast. Wenn es mehr kostet, als wir uns leisten können, dann muss es nicht sein." Dass dieses Projekt in diesem und im nächsten Jahr nicht als Einzelmaßnahme in der Städtebauförderung berücksichtigt werden kann (wir berichteten), will Hofreiter nicht überbewerten: "Das ist ein Topf. Man kann versuchen, mit der Dorferneuerung oder dem Eler-Programm Geld zu erhalten."

In der letzten Gemeinderatssitzung berichtete Rat Karl Katzenschwanz (CSU/FWG) als Vorsitzender des Arbeitskreises Alte Dorfwirtschaft von einer Infofahrt nach Brennberg. "Das hat uns wieder Auftrieb gegeben, das war sehr interessant", bilanziert Maria Hofreiter. Vier Stunden lang habe dort die Bürgermeisterin aufgezeigt, wie man ein altes Haus instand setzte und wie es nun von der Bevölkerung genutzt wird. Dazu wurde eine Genossenschaft gegründet. Hofreiter: "Eine denkbare Lösung. Wir schauen auch in andere Richtungen."

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Für Bürgermeister Hans Riß ist klar: Das Thema Sedlmeier-Haus kommt in der nächsten Sitzung wieder auf die Tagesordnung: "Dann wird man beschließen, ob ein Baustatiker eingeschaltet wird." Außerdem drängt er auf eine Ermittlung möglicher Sanierungskosten. Riß rechnet damit, dass diese Angelegenheit noch längere Zeit für Gesprächsstoff sorgen wird: "Das ist ähnlich wie beim alten Schulgebäude in Igenhausen. Da haben wir zehn Sitzungen gebraucht." Dass die Leute in seiner Gemeinde allmählich auf eine Entscheidung drängen, das ist dem Bürgermeister spätestens im Rahmen der Bürgerversammlungen zu Ohren gekommen. Er bittet um Geduld: "Da gibt es keine Eilbedürftigkeit." Dann verweist Riß auf ein anderes Gemeinschaftshaus: "In Gachenbach hat man 650 000 Euro dafür investiert." Doch heute stehe das Gebäude leer, weil es niemand nutzen wolle. "Leserbrief Seite 2

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