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01.10.2009

Herbstaufschwung bleibt in diesem Jahr aus

Aichach Einen schleichenden Anstieg der Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten befürchtet Reinhold Demel, Chef der Agentur für Arbeit Augsburg. Er stellte gestern mit Gottfried Denkel, Leiter der Agentur für Arbeit und Beschäftigung (AfBS), die aktuellen Arbeitsmarktdaten vor. "Der Herbstaufschwung bleibt in diesem Jahr aus", prognostiziert Demel. "Das Schlimmste kommt erst noch."

Der Landkreis Aichach-Friedberg steht aber noch vergleichsweise gut da: Die Arbeitslosenquote liegt im September bei 3,7 Prozent. Gegenüber dem August (3,8 Prozent) ist sie sogar gesunken. In der Stadt Augsburg liege sie bei 8,7 Prozent, im Gesamtbereich der Augsburger Arbeitsagentur bei 6,9 Prozent.

2588 Menschen im Landkreis Aichach-Friedberg sind derzeit arbeitslos gemeldet. Im August waren es 2624. Im Vergleich zum September 2008 (1886) sind es allerdings 702 mehr. Erstmals in diesem Jahr sei damit sogar die Arbeitslosenzahl aus dem Jahre 2007 überschritten worden. Damals waren es 2452.

Einen (positiven) Spitzenplatz nimmt der Landkreis bei den Hartz-IV-Empfängern ein. Mit einer Arbeitslosenquote von 1,1 Prozent liege Aichach bundesweit an achter Stelle, so Demel und Denkel. 787 der Arbeitslosen, also etwa 30 Prozent, gehören zu diesem Personenkreis. In Augsburg sei dieses Verhältnis fast umgekehrt, so Demel.

Herbstaufschwung bleibt in diesem Jahr aus

Von Arbeitslosigkeit besonders stark betroffen waren im September zwei Personengruppen: Ausländer und junge Menschen unter 25 Jahre. Bei den jungen Leuten liegt das laut Demel vor allem daran, dass viele Betriebe ihre Auszubildenden nicht übernehmen. Für junge Leute, die erst noch eine Ausbildung machen wollen, aber noch keine Stelle haben, wird es im Oktober noch eine Nachvermittlungsbörse geben, so Demel. Bedarf hätten die Betriebe nach wie vor im gewerblich-technischen Bereich. Bei den kaufmännischen Berufen gebe es aber nach wie vor mehr Bewerber als Ausbildungsstellen.

Leicht zugenommen hat im September auch die Zahl der offenen Stellen von 235 im August auf 256. Auch hier war die Zahl vor einem Jahr besser: 329.

Sorge bereitet Gottfried Denkel der Beschäftigungsrückgang: innerhalb eines Jahres immerhin um 142 auf 28 672 im März 2009.

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