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Familienglück

07.02.2018

Hochzeitsringl für ein gemeinsames Leben

Silvia und Jürgen Heichel freuen sich gemeinsam mit ihrem Chef Rainer Scharold (rechts) auf die Marriage Week und den Brezenring als Symbol für die Liebe.
Bild: Sabine Roth

Wie das Ehepaar Silvia und Jürgen Heichel aus Aichach in der Backstube sein Glück gefunden hat. Sie haben drei Kinder, arbeiten in Firma und im Nebenjob im gleichen Betrieb und sind seit 25 Jahren verheiratet.

Sie wohnen zusammen, haben drei Kinder und sind seit über 25 Jahren verheiratet. Sie arbeiten in derselben Firma und haben sich auch für ihren Nebenjob den gleichen Betrieb ausgesucht. Ist das nicht ein bisschen viel für eine Partnerschaft? „Auf keinen Fall“, sagen Silvia und Jürgen Heichel wie aus der Pistole geschossen und lachen sich liebevoll an. Der gelernte Bäcker sorgt bei der Bäckerei Scharold in Derching unter anderem für die „Hochzeitsringl“, die dort während der heute beginnenden Marriage Week zu haben sind. Seine Frau Silvia ist für den Verkauf der Backwaren zuständig. Beide sind bei Rainer Scharold im Nebenerwerb tätig. Sie möchten mit dem zusätzlichen Einkommen ihr Haus, das sie vor vier Jahren gekauft haben, schneller abbezahlen. „Damit wir danach unser Leben gemeinsam genießen können“, sagt der 48-Jährige.

Die „Hochzeitsringl“, zwei ineinander verschlungene Ringe aus Laugengebäck, hat Rainer Scharold seit einigen Jahren speziell zur Marriage Week im Sortiment. Und noch länger liegt es zurück, dass in einer Backstube der gemeinsame Lebensweg von Silvia und Jürgen Heichel begann. Er war 18 Jahre alt und hatte seine Lehre bei einem Augsburger Bäcker beendet. Sie war 16 und machte dort ein Praktikum. Es funkte sofort. Jürgen Heichel musste immer früh raus. Deshalb holte er seine Silvia nach Ladenschluss meistens ab und brachte sie nach Hause. „Das kam sehr gut bei den Mädels an“, erinnert er sich. Doch dann war plötzlich Schluss. Silvia ging zurück ins Allgäu zu ihren Eltern nach Sontheim und Jürgen verpflichtete sich bei der Bundeswehr für vier Jahre. Er ging nach Oberviechtach nahe der tschechischen Grenze. Nach zwei Jahren flammte seine Liebe wieder auf und er schrieb seiner Silvia einen Brief, wollte sie unbedingt wiedersehen. Sie trafen sich auf einen Kaffee. Schnell war den beiden klar: „Wir gehören zusammen!“ Nach eineinhalb Jahren wurde geheiratet, eine Tochter und ein Sohn kamen zur Welt. Nach der Bundeswehrzeit kam das Ehepaar zurück und wohnte lange Zeit in Friedberg, wo ihr drittes Kind, wiederum eine Tochter, geboren wurde. Inzwischen leben sie in Aichach, wo sie vergangenes Jahr auch ihre Silberhochzeit feierten. Eingeladen waren alle Gäste, die schon bei der Hochzeit mit dabei waren. Das war den beiden wichtiger als eine romantische Liebeswoche irgendwo weit weg. „Das brauchen wir nicht“, sagt das Ehepaar.

Ihr Erfolgsrezept für eine gute Ehe? Nur die Liebe zählt, sagten sie. Unter dem Strich sei es ein Geben und ein Nehmen. Da gebe es gute, aber auch mal schlechte Zeiten. Das Wichtigste für die Heichels ist aber: Man muss jeden Tag daran denken, dass man den anderen schätzen soll! Und man braucht gemeinsame Ziele, sonst funktioniert es nicht. Die nächste Hochzeit steht schon im Kalender: Im Mai heiratet die älteste Tochter ihren Traummann.

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