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Kommunalwahl 2020

16.03.2020

Hörmann ist neuer Bürgermeister in Obergriesbach

Hans Willer (links) gratulierte als Erster Jürgen Hörmann zur gewonnenen Wahl. Der Zahlinger Hörmann ist der nächste Obergriesbacher Bürgermeister. Selbstverständlich haben sich die beiden danach die Hände desinfiziert.
Bild: Katharina Wachinger

Plus Obergriesbach hat einen neuen Bürgermeister. Jürgen Hörmann setzt sich souverän klar gegen Johann Willer durch. Wie dieser seine Niederlage nimmt.

Nach 30 Jahren endet in Obergriesbach die Ära mit Josef Schwegler als Erstem Bürgermeister am 30. April. Lange Zeit sah es so aus, als ob Gerhard Kinzel oder Johann Willer das Rennen um seine Nachfolge unter sich ausmachen würden. Doch dann gab auch noch Jürgen Hörmann seine Kandidatur für das höchste Amt in dieser Gemeinde bekannt. Und der setzte sich am Sonntag klar gegen Willer durch, der bei der Nominierung gegenüber Kinzel die Nase vorne hatte; 73,5 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den Zahlinger.

Der neue Bürgermeister war zwölf Jahre im Gemeinderat

Hörmann, 53, ein Forstwirtschaftsmeister, der seit zwölf Jahren einen Platz im Gemeinderat hat, kommentierte dieses Ergebnis am Sonntagabend so: „War super, war nicht ganz zu erwarten. Ich fühle mich geehrt. Ist schon perfekt.“ Im Vorfeld hatte der Kandidat eine gewisse Unsicherheit bei sich und in seinem Umfeld verspürt, weil man vermuten konnte, die Leute in Obergriesbach würden ihre Stimme nicht einem Bewerber aus Zahling geben. Im Nachhinein stellte er fest: „Diese Sorge war unbegründet.“ Für ihn hat sich gezeigt, dass man einen Bürgermeister auch aus einem kleineren Ortsteil wählen kann.

Hörmann fungiert außerdem als Dritter Bürgermeister

Aktuell hat Jürgen Hörmann das Amt des Dritten Bürgermeisters inne. Diese Tatsache wertet er als ein Argument dafür, dass er ab 1. Mai zur Nummer eins werden kann. In den vergangenen Monaten bildete Hörmann zusammen mit Daniel Schulz, dem Zweiten Bürgermeister, eine Art Doppelspitze, nachdem Josef Schwegler aus gesundheitlichen Gründen nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung gestanden war.

Dieses Vier-Augen-Prinzip hat sich nach Ansicht des Siegers vom Sonntag so gut bewährt, dass es auch künftig Anwendung finden sollte. Hörmann: „Unser Wunsch wäre es.“ Es ist ihm aber klar, dass da auch der neue Gemeinderat ein Wort mitzureden haben wird. „Man braucht oft eine zweite Person, das ist oft sehr, sehr hilfreich“, argumentiert der Zahlinger. Bei dieser Aussage erinnert er sich beispielsweise an Gespräche mit Architekten.

Johann Willer versucht, die Niederlage sportlich zu nehmen

Johann Willer versuchte, die Niederlage sportlich zu nehmen: „Abwischen, das Leben geht weiter, morgen gehe ich wieder in die Arbeit. Der Wähler hat entschieden, das akzeptieren wir.“ Dass er sich nicht durchzusetzen vermochte gegen Hörmann, das hat ihn nicht überrascht: „Ich kann gut damit leben, dass es nichts geworden ist.“ Aber dass er so deutlich unterlag, das wertete Willer doch als Enttäuschung: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so klar wird.“ Warum es dazu kam, darüber wollte sich der 54-jährige Betriebsschlosser, der seit einem Dutzend an Jahren dem Gemeinderat angehört, am Wahlabend keine großen Gedanken machen: „Das wäre eine Mutmaßung.“

Wie der Wahlabend im Landkreis Aichach-Friedberg verlief, können Sie hier nachlesen:

Wahl im Kreis Aichach-Friedberg: Metzger bleibt Landrat - alle Ergebnisse

Detaillierte Ergebnisse für Obergriesbach lesen Sie hier:

Kommunalwahl-Ergebnisse 2020 für Obergriesbach: Gemeinderat- und Bürgermeister-Wahl 

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