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Schiltberg

04.07.2018

Hofberg-Freilichttheater: Rund 6000 Besucher bisher

Robon Hood mit den befreiten Frauen (links) aus den Händen des Sheriffs
Bild: Erich Echter

Die erste Hälfte der Spielzeit von „Robin Hood“ in Schiltberg ist um. Der Hofberg-Theaterverein freut sich über viel Andrang an den ersten Abenden – trotz WM.

Halbzeit auf der Hofberg-Freilichtbühne in Schiltberg: Am Mittwochabend läuft die achte Vorstellung des Stücks „Robin Hood“, sieben folgen noch. Die erste Bilanz des Theatervereins fällt positiv aus. Die Mitglieder seien sehr zufrieden mit der bisherigen Saison, sagt Pressebeauftragte Martina Hartl – und das trotz der Fußball-Weltmeisterschaft: „Wir waren schon drei Mal vollständig ausverkauft.“ Will heißen: 1000 Plätze waren jeweils vergeben. An einem weiteren Termin kamen rund 950 Zuschauer.

Nicht so aber an dem Wochenende, als Deutschland gegen Schweden bei der WM spielte. Da kamen bei beiden Aufführungen jeweils 750 Besucher in den Hofberg-Forest. Was Hartl zufolge zumindest am Freitag aber am kühlen Wetter gelegen haben könnte. Während am Samstag wohl auch Fußballfans fehlten. Für die Darsteller übrigens fiel das Fußballspiel nicht komplett aus: Hinter der Bühne lief ein Fernseher, verrät die 33-Jährige aus Schiltberg. Da konnten alle, die gerade nicht vorne waren, zumindest den Spielstand verfolgen.

Rund 550 Besucher sahen sich die Aufführung an einem Mittwochabend an – wenige Stunden, nachdem die deutsche Nationalmannschaft aus der WM ausgeschieden war. Aber auch da war’s Wetter unentschieden, sagt Hartl. Und die erste Vorstellung in der Saison unter der Woche sei traditionell immer weniger gefragt als die Termine am Wochenende. So richtig sommerlich wurde es dann am vergangenen Wochenende: Da blieben viele Besucher auch nach der Vorstellung bei lauen Temperaturen noch gerne auf dem Hofberg zusammen sitzen bei einem Imbiss oder einem Glas Wein. „Das war richtig schön“, sagt Hartl.

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So begeistert das Hofberg-Theater seine Zuschauer

Beim Stück „Robin Hood“, das heuer auf der Hofberg-Freilichtbühne in Schiltberg zu sehen ist, sind auch vier Pferde im Einsatz. Einer der Reiter stürzte bei der Generalprobe. Der Notarzt brachte ihn ins Krankenhaus.
Bild: Erich Echter

Die schönsten Momente auf dem Hofberg aber finden freilich auf der Bühne statt. Das Stück der beiden Regisseure Hans und Afra Kriss kommt dem Vernehmen nach sehr gut an bei den Zuschauern. Die Kulisse mit der gewaltigen Eiche sorgte schon bei der Premiere für Staunen. Vor allem das Bogenturnier, das Robin Hood mit seinem goldenen Schuss gewinnt, gefällt dem Publikum, weiß Martina Hartl. Ebenso wie die Massen-Szenen, bei denen bis zu 80 Darsteller gleichzeitig auftreten. „Da wuselt’s auf der Bühne, da spielen Kinder und es wird geratscht. Das ist überall Leben, das macht das Stück so kurzweilig.“

„Atemberaubend“ sind auch die Reitszenen, findet die Pressebeauftragte. Auf diese sei der Verein stolz. Wenn auch statt der vier Pferde, die geplant waren, jetzt nur drei zum Einsatz kommen: Denn dem bei der Generalprobe vom Pferd gestürzten Reiter (wir berichteten) gehe es zwar schon besser. Reiten aber könne der Darsteller noch nicht wieder. „Er fällt leider aus für diese Saison.“ Da in der Kürze der Zeit niemand mehr einspringen konnte, bleibt eines der Pferde nun im Stall.

Kleinere, lustige Pannen gab’s auch bei den Darstellern. Einmal sei ein Pfeil beim Bogenschießen nicht wie geplant in der Mitte der Zielscheibe gelandet. „Da hatten alle kurz eine Schrecksekunde“, schildert Hartl. Ein Darsteller, der einen Wachmann spielt, reagierte allerdings kurz entschlossen: Er steckte den Pfeil mit der Hand um. Die Zuschauer hätten das wohl gar nicht alle bemerkt, glaubt Hartl: „Hinter der Bühne aber gab’s Gelächter.“

Ihren Spaß haben auch die Kinder, die auf der Freilichtbühne mitspielen. „Die können schon das ganze Stück zitieren“, sagt Hartl. Der Jüngste ist erst drei. Wenn er auf der Bühne müde wird, dann macht das nichts. Dann schläft er schon mal im Arm seiner Mama ein, die ebenfalls als Statistin im Hintergrund auftritt. Und so ein schlafendes Kind am Brunnen, das ist ja nichts Ungewöhnliches. Das passt ja wieder ganz gut in die Szene, findet Hartl.

Für die restliche Spielzeit hat das Ensemble jetzt vor allem einen Wunsch: „Dass das Wetter so gut bleibt.“ Der Fußball zumindest dürfte den Darstellern keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Für den Verein sei das nicht ganz schlecht, sagt die 33-Jährige. Als Fußballfan aber könne es sie doch nicht freuen, dieses frühe deutsche Aus bei der WM.

Termine Weitere Vorstellungen gibt es am Mittwoch, 4. Juli, Freitag/Samstag, 6./7. Juli, Donnerstag/Freitag, 12./13. Juli, Mittwoch, 18. Juli, Freitag/Samstag, 20./21. Juli. Jeweils um 21 Uhr.

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