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Gemeinderat I

12.10.2019

Hollenbach will mehr Bauplätze ausweisen

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Erweiterung des Baugebiets „Am Herschbach“ im Ortsteil Schönbach befürwortet. Warum über Grundstücksgrößen diskutiert wird

Der Hollenbacher Bürgermeister Franz Xaver Ziegler sprach von einem „kleinen, feinen Baugebiet mit sehr viel Grün“. Trotzdem stimmten am Donnerstagabend am Ende nicht alle Gemeinderatsmitglieder für die Pläne zur Erweiterung des Baugebietes „Schönbach, Am Herschbach“. Dass grundsätzlich auf dieser Fläche neue Bauplätze entstehen sollen, war an diesem Abend nicht strittig. Diskutiert wurde vielmehr über die Art und Weise.

Der Vorentwurf, für den sich die Mehrheit im Gemeinderat schließlich entschied, sieht acht neue Baugrundstücke rund um den Rosenweg im Hollenbacher Ortsteil Schönbach vor. Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und ein Mehrfamilienhaus hatte Planerin Sophia Lobinger vom Büro Stadt Land Fritz auf den Plänen eingezeichnet. Wo genau sie auf den einzelnen Grundstücken stehen werden, wurde nicht endgültig beschlossen. Fest steht aber, dass die erwarteten Emmissionen von einem nahe gelegenen landwirtschaftlichen Hof nicht jeden Standort möglich machen werden.

Deshalb hatte Planerin Sophia Lobinger noch eine zweite Variante vorgelegt, die eine näher am Hof geplante Fläche für Gewerbe vorgesehen hatte. Bürgermeister Ziegler war jedoch nicht der Meinung, dass diese Gewerberäume dringend gebraucht würden. Zudem hätte der Gemeinderat das Gelände zu einem Mischgebiet erklären müssen, wodurch das vereinfachte Wohnbauverfahren über den Paragrafen 13b des Baugesetzbuches nicht mehr möglich gewesen wäre.

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Der Bürgermeister hatte mehrere Gründe, warum er die erste Variante ohne Platz für Gewerbe favorisierte: Es gebe einen „absoluten Bedarf“ an Wohnraum in Hollenbach, auch Mietimmobilien seien Mangelware in der Gemeinde, wie er erklärte. Die zweite Variante hätte zudem einen Wendehammer erforderlich gemacht, wodurch die Erschließungsfläche größer geworden wäre. Manfred Stark erklärte, dass er sich ebenfalls für die erste Variante entscheiden würde. Michael Haas sagte: „Es ist schon wichtig, dass wir Wohnraum schaffen.“

Gemeinderat Manfred Karl äußerte sich kritisch wegen der drei großflächig aufgeplanten Grundstücke im Westen. Zwischen 810 und 1000 Quadratmeter waren auf dem Vorentwurf eingezeichnet. „Ich glaube nicht, dass die Leute heute noch so viel garteln wollen“, gab er zu bedenken. Auch Josef Schweizer fand die Grundstücke zu groß. „Zu viel verlorener Bauplatz“, sagte er. Thomas Mayer schloss sich ihm an. Josef Kulzinger hielt wiederum dagegen: Es gebe in Hollenbach bestimmt auch Bauwillige, die gerne einen etwas größeren Garten hätten.

Im nördlichen Bereich sind in der ersten Variante zwei Grundstücke mit einer Größe von etwa 530 Quadratmetern und zwei mit 630 Quadratmetern vorgesehen. Dazwischen sollen Bäume stehen. Auf der anderen Straßenseite, weiter im Süden, könnte ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. Planerin Sophia Lobinger erklärte, dass möglichst viele der schon gewachsenen alten Obstbäume erhalten bleiben sollen. So wird die Erweiterung des Baugebiets im Norden und Westen von Obstbäumen eingerahmt. Im Südwesten könnten die Eichen, die dort schon stehen, den Sammelplatz für Mülltonnen begrünen. Am Ende entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für die erste Variante mit reiner Wohnbebauung im Ortsteil Schönbach, die dann im vereinfachten Verfahren möglich wäre. Thomas Mayer und Josef Schweizer stimmten dagegen. (Foto: kabe)

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