Paula Print

25.08.2012

Hotel mit Stacheln

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2 Bilder
Jedes Insektenhotel sieht anders aus, weil sich die Erbauer viele Gedanken um die Bequemlichkeit ihrer Bewohner gemacht haben. Paula Print staunt über die Einfälle der Naturkünstler.
Bild: Gerlinde Drexler

Kleine Naturkünstler bauen zusammen mit der Zeitungsente individuelle Insektenhotels

Aichach-Wilpersberg Die Stacheln der Kastanien sollen Katzen abwehren, die Halme sind Aussichtstürme. Beim Bau ihrer Insektenhotels haben die kleinen Naturkünstler viel Phantasie bewiesen. Auch Paula Print war nach Wilpersberg gekommen, um an dem Kurs, den die Stadt Aichach im Rahmen des Ferienprogramms anbot, teilzunehmen. Bevor es mit dem Bau des Hotels losgeht, müssen aber erst mal die Materialien gesammelt werden. Und das gehe am besten im Wald, erklärt Sue Wittig, die sich bei Naturschutz und Umwelt gut auskennt, den Kindern. Moos, Tannenzapfen, Kastanien, Getreidehalme oder Haselnüsse – alles Mögliche finden die Kinder bei ihrem Spaziergang und alles wird mitgenommen. Dabei erzählen sie Paula Print, für was sie die verschiedenen Materialien verwenden wollen.

Ein Stück Rinde wird zu einem Vordach, eine Eichel will Benedikt als Laterne nutzen. Paula kann sich unter einem Insektenhotel erst gar nichts richtiges vorstellen. Darin sollen sich die kleinen Tiere wohlfühlen, erklärt Leonie der Zeitungsente. Und weil die sich in der Natur ja auch in allem Möglichem einnisten, soll ihnen das Insektenhotel auch viele Möglichkeiten bieten. Das Hotel ist ein Stück von einem dicken Ast, in den die Kinder verschieden große Löcher bohren. „Das sind die Zimmer“, erklärt Lena der Zeitungsente. Passend zu ihrer Größe können sich die Tiere dann eines der Löcher aussuchen und einziehen. Damit auch Waldkäfer sich in ihrem Hotel wohlfühlen, hat die Zehnjährige noch ein Stück Totholz auf dem Ast befestigt. Auch haben sich alle Gedanken darüber gemacht, es den Insekten so gemütlich wie möglich zu machen. Lena zum Beispiel hat auf dem Dach ihres Hotels drei Haselnüsse und ein paar Halme festgeklebt. Das sei das Restaurant mit Aussichtsturm, erfährt Paula Print. „Die Strohhalme auf dem Dach sind zum Hinderniskrabbeln“, erzählt die Zehnjährige.

Benedikt ist gerade dabei, auf seinem Hotel ein großes Stück Rinde zu befestigen. „Das ist das Vordach“, sagt der Siebenjährige. Damit die Insekten es sich gut gehen lassen können, erklärt er eine kleine runde Kastanie zur Sport- und Massagehalle, die er neben dem Dach festklebt. „Das wird mein Balkon“, sagt Benedikt und zeigt Paula ein Stück von einer Kastanienschale. Die Stacheln sollen Katzen davon abhalten, den Insekten zu nahe zu kommen. Paula staunt, auf was für Ideen die Naturkünstler kommen. Simon ist gerade dabei, aus Tannenzapfen eine hohe Dachkonstruktion zu bauen. Doppelstöckig. „Ein Stockwerk für die Kinder und eines für die Eltern.“ Nele hat Schuppen der Tannenzapfen auf den Ast geklebt. Damit jedes Insekt eine Ecke für sich hat. Eine Kastanie auf dem Dach von Henrys Hotel hat sogar mehrere Funktionen. Sie ist Schornstein, Lampe und mit ihren Stacheln sogar ein Abwehrballon. „Jetzt müssen wir sie nur noch anmalen“, sagt Nele. „Am besten gelb, das lieben die Insekten!“, ruft Lena. (drx)

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