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Nachbarschaftsstreit

21.03.2011

Hund Maxi entgeht Giftanschlägen

Maxi, der Hund von Helmut Palik, sollte nach Angaben des Besitzers mit Fleischködern vergiftet werden.
Bild: privat, Besitzer

Ein Unbekannter hat offenbar versucht, in Aichach einen Hund mit Fleischködern zu vergiften.

Noch immer ist Helmut Palik entsetzt. Nach seinen Angaben hat ein unbekannter Täter in den vergangenen Wochen zweimal versucht, seinen Hund Maxi zu vergiften. Palik hat Anzeige bei der Aichacher Polizei erstattet und eine Belohnung von 500 Euro auf Hinweise zur Überführung des Täters ausgesetzt.

Palik und seine Frau Ingrid wohnen im Aichacher Pestalozziweg. Im Oktober haben sie den fünfjährigen Mischlingshund Maxi aus dem Augsburger Tierheim geholt. Nur mit viel Glück hat der Vierbeiner laut Palik den ersten heimtückischen Angriff des unbekannten Täters überlebt. Rein zufällig ist der Hundebesitzer Ende Februar dazugekommen, als das Tier im Garten gerade einen Hackfleischknödel fraß. Palik brachte Maxi dazu, diesen wieder auszuspucken.

Der Hundebesitzer suchte den Garten daraufhin ab und fand noch zwei weitere Knödel. Alle waren nach Angaben Paliks mit Rattengift versehen. Eine toxikologische Untersuchung an der Ludwig-Maximilians-Universität München habe seinen ersten Verdacht eindeutig bestätigt. Anfang März fand Palik in seinem Garten dann erneut einen großen Hackfleischknödel mit fünf kleinen Rattengift-Bällchen.

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Bereits seit dem ersten Vorfall durchsucht der Aichacher seinen Garten, bevor er den Hund rauslässt. „Das ist eine Gemeinheit sondersgleichen“, sagt er und verweist darauf, dass auch Katzen und Eichhörnchen gefährdet seien, die den Garten durchqueren. Palik hat zwar einen Verdacht, wer für die Köder verantwortlich sein könnte, ohne Beweise helfe das aber nichts. Das bestätigt auch der Sprecher der Aichacher Polizei, Erich Weberstetter. Die Polizei halte zwar die Augen offen, aber meist geschehe eine derartige Tat unbeobachtet in der Nacht. Laut Weberstetter gebe es keinerlei Hinweise auf weitere Fälle. Auslöser für solche Delikte seien oft Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Pikant beim jetzigen Fall ist, dass Ingrid Palik kürzlich anonym am Landratsamt angezeigt wurde, weil sich jemand durch den Hund belästigt fühlte. Helmut Palik räumt ein, dass Maxi eine Zeit lang die Unart hatte, am Gartenzaun zu kläffen, wenn draußen jemand vorbeiging – jedoch stets nur für kurze Zeit und nicht stundenlang, wie beanstandet. Das Landratsamt hat den Fall laut Sprecher Wolfgang Müller bereits wieder zu den Akten gelegt. Eine Prüfung habe die Vorwürfe nicht bestätigt. Palik vermutet, dass die anonyme Anzeige und die Köder von derselben Person stammen.

Kontakt Wer Hinweise auf den unbekannten Täter hat, kann sich mit den Paliks unter Telefon (08251) 3938 in Verbindung setzen.

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