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Im Wittelsbacher Land werden Blutkonserv

05.06.2009

Im Sommer haben die Leute weniger Zeit zum Spenden

Jeder kann überraschend auf Blutkonserven angewiesen sein - gerade im Fall eines Unfalls. Aber nicht jeder ist auch bereit, Blut zu spenden. Immer im Sommer werden die Vorräte knapp. Auch im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es dann weniger Spender. Wenn es ganz eng wird, schiebt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Sondertermine zum Spenden ein. Von Evelin Ullmann

Aichach-Friedberg Jeder kann überraschend auf Blutkonserven angewiesen sein - gerade im Fall eines Unfalls. Aber nicht jeder ist auch bereit, Blut zu spenden. Immer im Sommer werden die Vorräte knapp. Auch im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es dann weniger Spender. Wenn es ganz eng wird, schiebt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Sondertermine zum Spenden ein.

Auch BRK-Kreisgeschäftsführer Horst Schmid hat solche Engpässe schon erlebt. Dann fordert der Blutspendedienst des BRK seine Kreisverbände dazu auf, bei einem Extratermin Blut zu sammeln. Einmal, so erzählt Schmid, habe man so die Mitarbeiter des Landratsamtes zur Spende gebeten.

Das Rote Kreuz sammelt zwar das Blut im Landkreis, leitet es dann aber an die Zentrale des Bayerischen Blutspendedienstes nach Wiesentheit bei Würzburg weiter. Dort wird das Blut untersucht und verteilt. Das Aichacher Krankenhaus wird beispielsweise vom BRK Augsburg beliefert. Nach Auskunft von Laborleiterin Hermine Klotz werden in der Klinik jährlich etwa 600 Blutkonserven benötigt. "Wir brauchen das Blut weniger für Unfälle, aber für größere OPs, bei Magenblutungen und für Tumorpatienten, die weniger Blut bilden", erklärt sie. Die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz klappe reibungslos. Wenn bestimmte Konserven knapp werden, komme auch Blut vom BRK aus München oder von anderen Krankenhäusern, etwa aus Friedberg oder Schrobenhausen.

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Obwohl die meiste Zeit genügend Blut vorhanden ist, steht das BRK laut Schmid ständig unter Druck. Es sei dazu verpflichtet, immer ausreichend Blut zu liefern. Über 6000 Spenden kommen jährlich im Landkreis zusammen - an zehn verschiedenen Spendenorten. In Aichach gibt es monatlich einen Spendetermin, in Friedberg jeden zweiten Monat und an den anderen Orten vierteljährlich. Ein großes Lob zollt der Kreisgeschäftsführer dem Landkreisnorden, der eine Idee fleißiger spende als der Süden. "Im eher ländlichen Raum ist der Zusammenhalt noch größer. Da animiert man sich oft gegenseitig - nach dem Motto: ,Wenn du gehst, gehe ich auch.' " Doch auch insgesamt ist Schmid mit der Hilfsbereitschaft zufrieden. Trotzdem wird stets nach neuen Spendern gesucht.

Wer einmal bei einem Spendetermin war, wird registriert und immer wieder eingeladen. Viermal im Jahr können die Freiwilligen ihr Blut maximal spenden. Werden bestimmte Blutgruppen knapp, werden überdurchschnittlich viele Vertreter dieser Blutgruppe angeschrieben. Eine Sonderaktion ganz anderer Art gibt es am Freitag, 26. Juni, von 14 bis 16 Uhr im Rotkreuzhaus in Friedberg. Hier gibt es auf besonderen Wunsch einen speziellen Spendetermin für Muslime. Im Anschluss folgt der öffentliche Termin.

Diese Aktion kommt gerade recht, um die Spenden-Lücke von ein paar Prozent zu verkleinern. "Im Sommer ist die Freizeit der Leute einfach knapper", sagt Schmid. Das können auch die Brotzeit und das kleine Präsent fürs Blutspenden nicht ausgleichen. Jederzeit zählen kann Schmid dagegen auf die freiwilligen Helfer des BRK. Zehn bis 15 werden pro Termin benötigt. "Einige kommen nur zur Blutspenderbetreuung. Oft sind es Frauen von Sanitätern", freut er sich. "ANsichtssache

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