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Vortrag

21.11.2019

Immer wieder hoch hinaus

Mit eindrucksvollen Fotos unterstrich Alexander Huber bei seinem Vortrag im Aichacher Pfarrzentrum, wie herausfordernd Berge sind.
Foto: Brigitte Glas

Kletterer Alexander Huber erzählt in Aichach, worin die Herausforderung der Berge besteht

Abenteuer in den Bergen – sie standen im Mittelpunkt, als Alexander Huber, der jüngere der Huber-Buam, im Aichacher Pfarrzentrum auftrat.

Breiten Raum seiner Erzählungen nahm eine Reise nach Grönland ein. In Hubers Ausführungen ging es aber auch um das Klettern und Bergsteigen in den Berchtesgadener Alpen sowie an einem der berühmtesten Berge wie dem Matterhorn.

Alexander Huber engagiert sich auch sozial. Der Reinerlös der von Heimatsport organisierten Veranstaltung ging an die Bürgerstiftung Bürger helfen Bürgern. Vorstandsmitglied Thomas Sixta bedankte sich bei den Organisatoren und bei den Besuchern, die das Pfarrzentrum fast vollständig gefüllt hatten. Leute, für die sich die Bürgerstiftung einsetzt, seien, wie Alexander Huber, oft in Extremsituationen, sagte Sixta, allerdings nicht freiwillig.

Alexander Huber hatte seinem Vortrag den Titel „Die steile Welt der Berge“ gegeben. „Die Berglandschaft war noch nie flach“, sagte er, aber in Grönland und am Matterhorn sei es „wirklich brutal steil“. Huber zeigte seine schönsten und auch eindrucksvollsten Momente in der steilen Welt und die Zuschauer waren fasziniert von den unglaublichen Bildern im besten Licht und den Filmsequenzen. Die untergelegte Musik verstärkte diese besonderen Eindrücke noch.

Zunächst gab Huber einen Überblick über die Geschichte des Alpinismus. Angefangen hatte alles mit der Erstbesteigung des Montblanc im Jahre 1786. Zuerst seien die Gipfel der Alpen die Ziele der Bergsteiger gewesen, dann wurden es bald die Grate und die schwierigen Wände. Später stiegen die Alpinisten auf alle anderen Gebirge. Als auch die höchsten Gipfel der Erde, die Achttausender, bestiegen waren, glaubte man, die Entwicklung des Alpinismus wäre an ihrem logischen Ende angekommen. Dem sei aber überhaupt nicht so, betonte Huber. Heute würden die Berge über Grate und schwierige Wände bestiegen. Mal sollen sie extrem schnell und ein anderes Mal unter Extrembedingungen gemeistert werden. Genau so, wie es die Huber-Buam, immer wieder schaffen. Klettern im elften Grad, schwieriger geht es nicht mehr, bedeutet Höchstleistung. Ohne jahrelanges Training geht da gar nichts. Alexander Hubers Aufnahmen von den schwierigsten Kletterstellen verdeutlichen dies eindrucksvoll.

Trotz aller Extreme und Klettern ohne Seil gibt es auch für Alexander Huber einen Grundsatz: „Sicherheit geht vor.“ Wenn er eine Wand ohne Sicherung besteige, gehe das nur bei optimalen Bedingungen, soll heißen: wenn alles trocken ist.

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