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Aindling-Pichl

04.12.2020

In Aindling gibt es Bedenken gegen den Solarpark in der Nähe von Schloss Pichl

Im Aindlinger Ortsteil Pichl südöstlich des Schlosses Pichl soll 2021 ein Solarpark entstehen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Plus Der Aindlinger Gemeinderat behandelt die Einwendungen gegen den Solarpark im Ortsteil Pichl. Warum sich die meisten Kritikpunkte von selbst erledigen.

Im Aindlinger Ortsteil Pichl soll im nächsten Jahr ein Solarpark gebaut werden. Auf 3,7 Hektar Land soll südöstlich des Pichler Schlosses eine Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen. Zum Entwurf des Bebauungsplans und zur Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Bereich gab es viele Anregungen, die vorwiegend von Behörden kamen. Der Gemeinderat befasste sich jetzt mit den Kritikpunkten.

In Aindling stellt man sich die Frage: Will die Gemeinde auf Solarenergie setzen – oder nicht?
Bild: Jens Büttner, dpa (Symbolfoto)

Generell betonte Bürgermeisterin Gertrud Hitzler, dass sich bei solchen Vorhaben auch immer die Frage stelle, ob man regenerative Energie wolle oder nicht. Der Gemeinderat befürwortet den Park.

Landesamt für Denkmalpflege will Solarpark bei Schloss Pichl ablehnen

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege forderte, die Pläne für den Solarpark abzulehnen. Der Grund: Die Anlage behindere die Sicht auf das Baudenkmal Schloss Pichl. Das Bauamt der Gemeinde Aindling erwiderte, dass bei einem Ortstermin keine negativen Auswirkungen auf die Sichtbarkeit des Schlosses festgestellt hätten werden können. "Es bestehen sowohl im Sommer- als auch im Winterhalbjahr keinerlei Blickbeziehungen zwischen dem geplanten Vorhaben und dem erwähnten Denkmal", heißt es in der Antwort. Laut Hitzler verhindert das der Wald. Das Landesamt zog seinen Einwand daraufhin zurück.

Das Wasserschloss Pichl von der Südseite her fotografiert – würde ein Solarpark den Blick auf die Sehenswürdigkeit verdecken?
Bild: Martin Golling (Archiovfoto)

Unter anderem der Bayerische Bauernverband und die Untere Naturschutzbehörde äußerten Bedenken, dass der Solarpark - insbesondere die Erschließung - negative Auswirkungen auf den angrenzenden Bach haben könnte. Hier seien auch die Bachmuschel und der Biber zu Hause. Wie Bürgermeisterin Hitzler erläuterte, wurde der Bach mittlerweile aus dem Geltungsbereich des Bebauungsplans genommen. Da er jetzt außerdem der beplanten Fläche liegt, seien weder Bachlauf noch Bachmuschel gefährdet.

Firma GP Joule will Fotovoltaikanlage bei Schloss Pichl bauen

Bauherr des Solarparks ist die Firma GP Joule aus Schleswig-Holstein, die auch einen Standort in Buttenwiesen (Kreis Dillingen) hat. Ein Bodengutachten des Bauherrn hat ergeben, dass die Solarmodule nicht so weit in den Boden gerammt werden, dass sie in die Nähe des Grundwassers kommen. Deshalb sei die Verwendung von verzinkten Stahlstützen erlaubt. Gemeinderat Michael Balleis wunderte, dass Pichl - laut Gutachten - fast vier Meter tief bebaubar sei. Er stimmte dem Einsatz der Zinkstützen daher nicht zu. Letztendlich wurden die Entwürfe des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans mit den vereinbarten Veränderungen aber einstimmig abgesegnet. Sie werden nun erneut ausgelegt.

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