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Aichach

25.05.2020

In Oberbernbach entsteht ein neues Wasserwerk

Das Wasserwerk im Aichacher Stadtteil Oberbernbach ist in die Jahre gekommen. Es wurde 1970 gebaut. Die Magnusgruppe plant als Ersatz einen Neubau..
Bild: Erich Echter (Archivfoto)

Plus Der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats sagt Ja zum Bauantrag des Wasserversorgers. Gebaut werden soll in Oberbernbach beim bestehenden Wasserwerk.

Der Wasserversorger Magnusgruppe will in Oberbernbach ein neues Wasserwerk bauen. Einer Bauvoranfrage für das Vorhaben hat der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats bereits im April 2019 zugestimmt. Das tat er nun auch, als der Bauantrag vorlag.

Der Wasserversorger braucht einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Wasserwerk an der Ziegeleistraße in Oberbernbach. Um das bestehende Wasserwerk herum sollen dazu vier neue Gebäude entstehen: ein zweistöckiges Verwaltungs- und Werkstattgebäude, das eigentliche Wasserwerk, Garagen und Lagerflächen sowie Schüttboxen und ein Schrottlager. Auf dem Grundstück an der Ziegeleistraße werden 21 Stellplätze entstehen, darunter zwei für Menschen mit Behinderung.

Unklar war zum Zeitpunkt der Bauvoranfrage noch, ob das Vorhaben, das im baurechtlichen Außenbereich liegt, als privilegiert gilt. Das hat das Landratsamt als Genehmigungsbehörde mittlerweile bestätigt. Der Bauausschuss hatte gegen den Bauantrag keinerlei Einwände.

Wortwechsel zu dringlicher Anordnung für Behördensatellit

Nachdem coronabedingt der Bauausschuss im April nicht getagt hat, hat Bürgermeister Klaus Habermann drei Bauangelegenheiten im Rahmen einer dringlichen Anordnung erledigt, über die nun im Bauausschuss berichtet wurde.

Kritik gab es beim Bauantrag für ein dreistöckiges Wohn- und Bürogebäude an der Bahnhofstraße in Aichach. Geplant sind dort acht Wohnungen und Büroeinheiten. Eine davon wird der Freistaat Bayern mit einem Behördensatellit belegen. 20 Arbeitsplätze sind vorgesehen, die Mitarbeiter des Freistaats aus dem Landkreis und der Umgebung tageweise nutzen können. Sie können sich so die Fahrt nach München ersparen. Der Mietvertrag wurde bereits im Februar unterzeichnet. In der dringlichen Anordnung hat Habermann mehreren Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans zugestimmt.

Georg Robert Jung sagte, der Auftrag sei nicht unaufschiebbar gewesen

Georg Robert Jung (FWG) war der Ansicht, der Antrag, der am 28. Februar eingegangen war, hätte noch im März im Bauausschuss behandelt werden können oder am 30. April im Stadtrat. „Unaufschiebbar war der Antrag nicht“, fand er und meldete rechtliche Bedenken an. Er forderte, das zu klären und den Antrag im Bauausschuss vorzulegen. Habermann verwies auf die Fiktionsfrist, die abgelaufen wäre: Wird über einen Bauantrag nicht innerhalb dieser Frist entschieden, gilt das Einvernehmen als erteilt. Habermann sagte, das Einvernehmen sei erteilt, das Landratsamt entscheide.

  • Weitere dringliche Anordnungen: Keine Kritik gab es zu dringlichen Anordnungen zu Abgrabungen auf einem Grundstück in Oberbernbach und dem Bau einer landwirtschaftlichen Halle in Edenried.
  • Ja zu Halle in Klingen: Eine Produktions- und Lagerhalle zur Brennholzherstellung soll in Klingen an der Fuggerstraße gebaut werden. Der Ausschuss stimmte dem Bauantrag zu.
  • Ja zu Sichtschutzzaun: Mit knapper Mehrheit hat der Bauausschuss dem Bau eines Sichtschutzzauns an einem Grundstück am Kreuzbergweg zugestimmt. Dafür braucht der Bauherr eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans, der aus dem Jahr 1963 stammt. Den Zaun wünscht sich der Bauherr, weil durch den neuen Mitarbeiterparkplatz des Krankenhauses mehr Verkehr an seinem Grundstück vorbeifährt. Damit habe man eine neue Situation geschaffen, fand Marc Sturm (FWG). Deshalb sah die Mehrheit im Ausschuss hier auch keinen Präzedenzfall. Mit 6:5 Stimmen wurde die Befreiung erteilt.

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