Newsticker
Schule und Corona: Bayern verschiebt alle Abschlussprüfungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Inchenhofen baut vorrangig Ortsmitte aus

Bauplanung

30.07.2020

Inchenhofen baut vorrangig Ortsmitte aus

Markt beteiligt sich an Förderprogramm, das Innenausbau der Kommunen belohnt. Zuschüsse bis zu 80 Prozent

Bis zu 80 Prozent Förderung für Bauvorhaben verspricht sich die Gemeinde Inchenhofen von dem Förderprogramm „Innen statt Außen“. In seiner Sitzung am Dienstag beschloss der Gemeinderat, sich an der Förderinitiative zu beteiligen. Das Ziel ist, vorrangig Leerstände in der Ortsmitte zu bebauen, bevor die Kommune neues Bauland ausweist.

Es gibt mehr Gebäudeleerstände oder unbebaute Grundstücke in der Ortsmitte, und parallel werden neue Bau- und Gewerbegebiete an den Ortsrändern ausgewiesen. Um diesem Verbrauch wertvoller Flächen entgegenzuwirken, setzen das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie das Amt für Ländliche Entwicklung auf die Förderinitiative.

Trete Inchenhofen dieser Initiative bei, dann gebe es bis zu 60 Prozent Förderung für Bauvorhaben, führte Bürgermeister Toni Schoder aus. Die könnten um weitere 20 Prozent ausgebaut werden. Er betonte: „Wir sind nicht an bestimmte Bauvorhaben gebunden.“ Gefördert werden zum Beispiel die Kosten für Planung oder Konzepte. Außerdem würde die Gemeinde mit bis zu 50000 Euro bei einer Machbarkeitsstudie für bestimmte Projekte unterstützt werden. Voraussetzung ist die sogenannte Selbstbindung der Gemeinde. Sie muss sich mit einem Beschluss verpflichten, primär auf die Innenentwicklung zu setzen. Also vorrangig zum Beispiel innerörtliche Brachflächen, Baulücken und Gebäudeleerstände zu nutzen, bevor sie neue Bauflächen ausweist.

Wie sich die Teilnahme an der Förderinitiative in Zahlen auswirkt, verdeutlichte Verwaltungsleiter Marc Beinen anhand eines Beispiels: „Für eine Hochbaumaßnahme, die nicht zentrumsnah ist, gibt es maximal 300000 Euro Zuschuss.“ Beschließe der Gemeinderat die Teilnahme, werde das gleiche Projekt mit 500000 Euro gefördert.

Die Höhe des Zuschusses hängt dabei davon ab, wie nah an der Ortsmitte das geplante Vorhaben liegt. Bürgermeister Schoder antwortete auf die Frage von Robert Müller: „Je weiter wir uns vom Kern entfernen, desto geringer die Fördermaßnahme.“ Der Begriff Ortsmitte ist dabei recht eng definiert. Von der Wallfahrtskirche aus sei das ein Radius von etwa 300 Metern, so der Bürgermeister.

Auch wenn sich die Gemeinde an der Förderinitiative beteiligt, kann sie trotzdem am Ortsrand Bauland ausweisen. „Der Beschluss ist kein Hindernis“, betonte Schoder. Die Gemeinde müsse es nur begründen können. Auch auf die neue Ausweisung von Gewerbeflächen hat der Beschluss keine Auswirkung. Letztlich sei er, wie es auch Alexander Christl auf den Punkt brachte, eine Absichtserklärung.

Wird das Thema Mehrzweckhalle oder Bürgerhaus aktuell, dann bedeutet die Teilnahme an der Förderinitiative ebenfalls keine Einschränkung. Bei dem Projekt würde es sich um einen gemeindlichen Zweck handeln, der dem Zusammenhalt diene, sagte Beinen. Er betonte: „Wir verbauen uns hier nichts.“ Der Gemeinderat stimmte für die Teilnahme.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren