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Inchenhofen

09.07.2020

Inchenhofen investiert mehrere Millionen Euro in Bauprojekte

Die Beteiligung am Kläranlagenbau in Kühbach ist die größte Investition der Marktgemeinde Inchenhofen in diesem Jahr.
Bild: Franz Czech

Plus Inchenhofen investiert heuer 4,4 Millionen Euro in Baumaßnahmen und ist dann nicht mehr schuldenfrei. Das größte Projekt: der Neubau der Kläranlage.

Besser als viele andere Gemeinden scheint Inchenhofen die Folgen der Corona-Krise zu verkraften. Es seien bisher kaum Anträge auf Stundung der Gewerbesteuer eingegangen, sagte Kämmerer Marc Beinen in der Sitzung des Gemeinderates. Die erwarteten Einnahmen bei der Gewerbesteuer korrigierte er deshalb im Haushalt nur leicht gegenüber dem Vorjahr. Um alle Ausgaben schultern zu können, muss die Gemeinde 1,2 Millionen Euro Schulden machen und auf Rücklagen zugreifen.

Das meiste Geld, rund 4,4 Millionen Euro, steckt Inchenhofen heuer in Baumaßnahmen. Das größte Projekt ist der Neubau der Verbandskläranlage Paartal gemeinsam mit dem Markt Kühbach. Von dem Darlehen, das der Zweckverband zum Neubau der Kläranlage bei Bayerngrund aufnahm, steht heuer eine Rückzahlung in Höhe von 2,4 Millionen Euro an. Rund 750.000 Euro sind im Haushalt für die Verlegung der Pumpstation und für Umbauarbeiten an der alten Kläranlage eingeplant. Dem stehen Beiträge in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro gegenüber, die der Markt bei Kanal und Wasser einnimmt.

Dafür gibt Inchenhofen Geld aus

In die Wasserversorgung investiert die Gemeinde dieses Jahr insgesamt knapp 750.000 Euro. Darin enthalten sind auch die rund 200.000 Euro Zuschuss für die Wasserleitung des Zweckverbandes Magnusgruppe, die eigentlich schon im vergangenen Jahr im Haushalt eingeplant waren. Ebenso wie die Kosten für die Sanierung der Gemeindestraße zwischen Bachern und Ingstetten (450.000 Euro) oder die Schlussrechnung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses (130.000 Euro). Insgesamt würden Kosten in Höhe von gut einer Million Euro, die im vergangenen Jahr im Haushalt vorgesehen waren, erst heuer anfallen, sagte Bürgermeister Toni Schoder. Parallel dazu ist der Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen mit 800.000 Euro etwas niedriger als im Vorjahr (900.000 Euro).

Die Konsequenz aus den verschobenen Kosten: Die Gemeinde muss heuer einen Kredit aufnehmen und knapp 1,8 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen. Robert Müller ( CSU) sprach die Corona-Zuschüsse an, die der Staat an Gemeinden für weggebrochene Einnahmen zahlen will. Seine Frage: „Bekommt die Kommune da auch etwas?“ Kämmerer Beinen war skeptisch: „Es kann sein, dass wir gar nicht so viel vom Kuchen abkriegen.“

Der finanzielle Spielraum in Inchenhofen ist beschränkt

Im nächsten Jahr muss die Gemeinde voraussichtlich in die Kanalisation investieren. Die endgültige Auswertung der Videobefahrung der Kanäle aus dem vergangenen Jahr liegt noch nicht vor. Bürgermeister Schoder (CSU) wusste jedoch Folgendes: „In der Auswertung von Sainbach ist schon erkennbar, dass man in der nahen Zukunft etwas tun muss.“

Davon, Vorhaben wie das von Müller angesprochene Bürgerhaus oder einen Hallenbau in den Haushalt für die nächsten Jahre mit einzuplanen, hielt der Bürgermeister wenig: „Wir wissen nicht, wie sich die Wirtschaft gerade unter dem Corona-Einfluss in nächster Zeit entwickelt.“ Es könne auch Inchenhofen treffen. Aus Schoders Sicht bringt es deshalb wenig, „Wünsche ins Papier zu schreiben, die wir dann letzten Endes nicht umsetzen können.“ Der Bürgermeister betonte: „Unser finanzieller Spielraum ist im Moment sehr beschränkt, und das wird auch noch eine Zeit lang so gehen.“ Unter den jetzigen Gesichtspunkten sei es fast schon zu lang, ein Jahr vorausschauen zu wollen. Der Marktgemeinderat segnete den Haushalt einstimmig ab.

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