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Sitzung I

17.01.2019

Inchenhofen will Baurecht in den Ortsteilen schaffen

Eine Satzung soll Bauwilligen in Ried helfen. Sie könnte eine Vorlage für weitere Orte sein

Ein „gewisses Baurecht schaffen“ und trotzdem die Interessen der Landwirtschaft wahren. Das ist das Ziel, das der Markt Inchenhofen mit einer Außenbereichssatzung für den Weiler Ried verfolgt. In der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend stellte Planer Hans Brugger mögliche Varianten dafür vor. Eine sagte dem Gremium besonders zu, denn ein Punkt lag dem Gemeinderat besonders am Herzen.

Vier landwirtschaftliche Betriebe gibt es in Ried. Von den insgesamt elf Wohnhäusern sind sieben nicht landwirtschaftlich. Damit könne man durchaus sagen, dass Wohnbebauung von einigem Gewicht vorhanden sei, die nicht überwiegend landwirtschaftlich geprägt ist, erklärte der Planer in der Sitzung. Das ist eine rechtliche Voraussetzung, um Bebauung im Außenbereich zuzulassen.

Wie aber könnte diese aussehen? Brugger hatte drei Varianten ausgearbeitet. Am besten gefiel dem Gemeinderat die, bei der Brugger für jedes mögliche Haus ein Baufenster vorgesehen hatte. Eine Planung, die alle Wohngebäude – auch die landwirtschaftlichen – mit einschloss. Die anderen beiden Varianten sahen eine besonders großzügige Auslegung der möglichen Baugrenzen oder den Ausschluss der landwirtschaftlichen Gebäude vor.

Bevor der Gemeinderat darüber voraussichtlich in der Februar-Sitzung abstimmen wird, will er das Gespräch mit den Grundstückseigentümern suchen. Wichtig ist dem Rat, dass die verschiedenen Baufenster eine möglichst einheitliche Größe haben.

Brugger empfahl dem Gremium, die Variante kritisch zu prüfen. Sie könnte die Vorlage sein, nach der die Gemeinde auch bei anderen Ortsteilen eine Außenbereichssatzung erstellen wird. „Ortsteil für Ortsteil angehen“ wolle der Markt, sagte Bürgermeister Karl Metzger, damit auch die nächste Generation dort bauen kann.

Einen Punkt, der dem Gemeinderat besonders am Herzen lag, sprach Robert Müller an. Wie kann man gewährleisten, dass Zugezogene zum Beispiel wegen Geruchsbelästigung keine Probleme machen? Der Hinweis in der geplanten Satzung, dass wegen der umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe von Lärm-, Geruchs- und Staubemissionen auszugehen ist, war dem Gremium zu vage formuliert. Michael Rigl sprach sich für eine schärfere Formulierung aus, die zum Ausdruck bringt, dass Bauherren die landwirtschaftlichen Gegebenheiten akzeptieren müssen.

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