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Wahlen 2013

24.09.2013

Iris Eberl verpasst Einzug in den Bundestag

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Hier wird Iris Eberl nicht arbeiten. Zumindest vorerst nicht.
Bild: Wolfgang Kumm/dpa (Symbolbild)

Die Aichacherin ist die erste Nachrückerin auf der Landesliste der CSU in Bayern. Sie hat durchaus Chancen, später nach Berlin zu gehen.

Am späten Nachmittag suchte Iris Eberl noch gemütlich Schwammerl, am Abend überrollte sie regelrecht das Wahlergebnis. Kurzzeitig war sie dann schon in Berlin und gestern früh „etwas enttäuscht“. Um ein Haar hätte Aichach auch im neuen Bundestag mit einer Abgeordneten vertreten sein können. Iris Eberl, Vorsitzende der Frauen-Union im Landkreis, verpasste am Sonntag haarscharf den Einzug ins Parlament über die Landesliste der CSU. Sie ist jetzt erste Nachrückerin ihrer Partei.

Die AbgeordnetenDie 55-jährige Lehrerin hat gestern ganz normal am Deutschherren-Gymnasium unterrichtet. Ein normaler Tag war es aber nicht – sie ist hin- und hergerissen: „Ich habe nie mit so einem Ergebnis gerechnet und dass ich reinkomme. Das wäre natürlich fantastisch gewesen. Aber vielleicht klappt es ja in den nächsten vier Jahren doch noch.“ Insgesamt 56 Abgeordnete (45 Direktmandate, elf Listenmandate) schicken die Christsozialen nach Berlin. Die Studienrätin ist Nummer 57 und würde nachfolgen, wenn ein CSU-Abgeordneter sein Mandat aufgibt. Das kommt durchaus vor. In der aktuellen Wahlperiode (2009 bis 2013) sind beispielsweise acht Abgeordnete der Unionsfraktion ausgeschieden.

Der Prominenteste darunter ist sicher der ehemalige CSU-Senkrechtstarter Karl-Theodor zu Guttenberg. Aber auch die SPD-Fraktion zählte acht Abgänge, bei der FDP und den Grünen waren es jeweils sieben. Zum einen wechseln Parlamentarier zurück in die Landes- oder Kommunalpolitik oder sie übernehmen Aufgaben in der Wirtschaft. Wenn ein Abgeordneter stirbt oder aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, wird sein Platz ebenfalls nachbesetzt. Veränderung könnten sich beispielsweise schon bei der Kommunalwahl im März 2014 in Bayern ergeben, wenn CSU-Abgeordnete zum Landrat oder Oberbürgermeister gewählt würden.

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Mit diesen Optionen beschäftigte sich Eberl gestern aber nicht. Am Wahlabend sei die Aufregung allerdings gestiegen, denn zwischenzeitlich hieß es, dass die CSU auf insgesamt 58 Mandate kommt. Die Aichacherin wurde auf der bayerischen Liste auf Platz 41 gesetzt. Die 29 vor ihr platzierten Direktkandidaten holten ihre Mandate in den jeweiligen Wahlkreisen. Schon vor der Wahl war klar, dass Eberl nur bei einem sehr guten CSU-Ergebnis die Chance auf ein Mandat hat. Sie selbst wertete diesen Listenplatz vor dem Urnengang als Achtungserfolg für die Frauen-Union. Seit 1999 ist sie Kreisvorsitzende, dem Landesvorstand gehört sie als Schatzmeisterin und dem Bezirksvorstand als stellvertretende Vorsitzende an. Laut CSU-Kreisvorsitzendem Peter Tomaschko war Eberl überhaupt die erste CSU-Kandidatin aus dem Wittelsbacher Land auf einer Bundestagsliste.

Die Frauen-Union und Iris Eberl zeigten im vergangenen Jahr Interesse an einer Kandidatur für das Direktmandat im Landtag. Doch im CSU-Kreisvorstand und unter den Ortsvorsitzenden zeichnete sich eine klare Mehrheit für den Kreisvorsitzenden Tomaschko ab. Der sicherte sich vergangene Woche den Sitz im Maximilianeum mit 52,5 Prozent der Erststimmen. Iris Eberl ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie hat Mathematik und Wirtschaftswissenschaften studiert. Als ihre Schwerpunkte nennt sie Wirtschafts- und Bildungspolitik.

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