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Prozess

28.11.2018

JVA-Insassin kämpft erfolgreich gegen ihre Abschiebung

Vor dem Verwaltungsgericht Augsburg hat sich eine Insassin der JVA Aichach erfolgreich gegen ihre drohende Ausweisung gewehrt.
Bild: Archivbild: Katja Röderer

Darf eine zu viereinhalb Jahren Haft verurteilte Insassin der JVA Aichach abgeschoben werden? Das Verwaltungsgericht meint Nein und nennt Gründe.

Eine Insassin der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aichach hat sich erfolgreich gegen ihre drohende Ausweisung gewehrt. Die Frau, die vor ihrer Haft in Augsburg gewohnt hatte, war einer Gerichtssprecherin zufolge wegen Bandendiebstahls zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Da sie aus Südosteuropa stammt und keine deutsche Staatsbürgerschaft hat, wurde angesichts der langen Haft geprüft, ob sie nach ihrer Entlassung abgeschoben wird.

Vor Gericht einigten sich beide Seiten nach Angaben der Sprecherin auf einen Vergleich: Wenn die Frau in den fünf Jahren nach ihrer Entlassung aus der JVA nicht mehr straffällig wird, ihr Lebensunterhalt gesichert ist und sie keine Sozialleistungen vom deutschen Staat beansprucht, erhält die Frau Duldungen und nach einer gewissen Zeit auch wieder Aufenthaltsgenehmigungen. Die Frau ist 60 Jahre alt. Wie die Gerichtssprecherin sagte, lebt die Frau nach eigenen Angaben seit rund 30 Jahren in Deutschland und hat in ihrer ursprünglichen Heimat keine Angehörigen mehr. Vor der Tat, die zu ihrer Haftstrafe führte, war sie nie kriminell in Erscheinung getreten. (nsi)

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