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Aichach-Friedberg

20.07.2010

Jeder hinterlässt einen Fußabdruck

Zur Zeit herrschen im ganzen Wittelsbacher Land ungewohnt hohe Temperaturen und die Menschen zieht es nach der Arbeit oder der Schule in Massen an die Badeseen.

Viele schlendern an den sandigen Stränden entlang und wenn sie sich umdrehen, stellen sie fest, dass sie eine Spur hinterlassen. Denn jeder Schritt wird durch einen Fußabdruck festgehalten. Sich allerdings klarzumachen, dass jeder Mensch auch eine andere, viel weitreichendere Spur auf unserem Planten hinterlässt, bedarf eines weitaus größeren Vorstellungsvermögens.

Der ökologische Fußabdruck ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen, nein, er wird von einem Großteil der Bevölkerung noch nicht einmal wahrgenommen. Dieser besondere Fußabdruck ist eine Fläche auf der Erde, die jeder Mensch für sich benötigt, um seinen Lebensstandard beizubehalten. Die Schüler des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach haben am gestrigen Dienstag und am heutigen Mittwoch die Gelegenheit, etwas über diesen Abdruck zu erfahren.

Das Projekt "Fair Future - Der ökologische Fußabdruck" macht in Aichach Station. Die Präsentation, die eineinhalb Stunden dauert, besteht aus einem Film und einem Vortrag eines Umweltaktivisten. Schuldirektor Gerhard Haunschild appellierte mit den Worten "Das Thema geht uns alle an" noch einmal an die Aufmerksamkeit aller Schüler.

Jeder hinterlässt einen Fußabdruck

Wenn der Mensch nicht umdenkt, sind bald drei Erden nötig

Der Referent erklärte anschaulich grundlegende Probleme in der Gesellschaft. So habe zum Beispiel nur ein Viertel der Menschen drei Viertel der Energie auf der Erde verbraucht, ein offensichtlich ungleiches Verhältnis. Mit dem Film veranschaulichte er die Zusammenhänge zwischen ökologischen Missständen, der Globalisierung und sozialer Ungerechtigkeit in der Welt. Es gebe nur eine Erde. Diese sei in Zukunft die der Schüler, unterstrich der Referent.

Das Projekt versucht, den Gymnasiasten den Gedanken der Nachhaltigkeit nahezubringen und sie ökologisch gesehen auf die richtige Bahn zu lenken. Jeder Einzelne sei nötig, um das Problem zu lösen. Dass das Projekt damit durchaus für ein Umdenken sorgen kann, zeigten einige Wortmeldungen der Schüler nach dem Vortrag. Sie brachten am Ende der Präsentation einige Ideen vor, wie jeder Einzelne die Chance hat, seinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Der Experte machte deutlich: Passiert das nicht, bräuchte man bereits in absehbarer Zeit drei Erdplaneten, um die Fläche der Fußabdrücke zu decken. (maxj)

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