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Dasing

07.03.2019

Jeder kann ein Lebensretter sein

Maximilian Betz mit seinem behandelnden Arzt aus dem Klinikum Augsburg, Dr. Christoph Schmid: „Durch diese Türe komme ich wieder raus“, sagte er sich, als er die Blutkrebsstation betrat. Seine Hoffnung wurde Wirklichkeit. Foto: Brigitte Lehenberger

Maximilian Betz hat den Blutkrebs dank Knochenmarkspende überwunden. Jetzt wirbt er für eine Typisierungsaktion am nächsten Sonntag in Dasing

Maximilian Betz zweifelte keinen Moment. „Durch diese Türe komm ich wieder raus“, sagte der gebürtige Meringer, als er erstmals die abgeschotteten geschützten Räume der Blutkrebspatienten am Klinikum Augsburg betrat. Er hat es geschafft, seine schwere Krankheit überwunden – und wirbt jetzt für die Typisierungsaktion der Knochenmarkspender-Datei DKMS, die am nächsten Sonntag, 10. März, in Dasing stattfindet.

2013 hatte Maximilian Betz die Diagnose Blutkrebs bekommen. Eine Heilung war nur mit einer Stammzellspende möglich. Aus den weltweiten Suchläufen wurde sehr schnell ein passender Stammzellspender aus Amerika für ihn gefunden, sodass bereits Anfang 2014 der Austausch der Stammzellen stattfinden konnte. Sein blutbildendes System wurde abgetötet – die neuen Stammzellen nahmen deren Platz ein, wuchsen an, vermehrten sich und schenkten Maximilian ein neues Leben.

30-jähriger Lebensretter aus Amerika

„Meinen ursprünglichen Beruf als Kfz-Mechatroniker kann ich nicht mehr ausüben. Toll ist, dass mir mein Chef, Andreas Hengster vom gleichnamigen Autohaus in Rehling, eine Umschulung zum Automobilkaufmann ermöglicht hat“, erzählt Maximilian Betz, der heute in Kissing lebt. Danke sagt er auch seiner Familie, seinen Freunden und seinem behandelnden Arzt Dr. Christoph Schmid, die ihn in dieser schweren Zeit unterstützt haben – und ganz besonders seinem 30-jährigen Lebensretter aus Amerika.

Jeder kann ein Lebensretter sein

Jetzt hilft Maximilian Betz mit, sein Umfeld darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig jede einzelne Typisierung ist. Denn zehn Prozent der betroffenen Patienten warten noch vergeblich auf ihren passenden Lebensspender.

Warum jeder Aufruf hilft

„Viele Mitbürger laufen mit ihren lebensrettenden Stammzellen herum und haben sich vielleicht noch gar nicht mit dem Gedanken beschäftigt, dass sie die einzige Überlebenschance für betroffene Patienten sein könnten“, motiviert Brigitte Lehenberger, die die Aktivitäten der DKMS in der Region koordiniert. Deshalb hilft jeder Aufruf in Vereinen, Schulen, Gemeinden und Unternehmen, immer noch mehr Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen.

Am Aktionstag in Dasing können Fotos mit dem DKMS-Bilderrahmen und dem Riesenwattestäbchen für die sozialen Netzwerke gemacht werden, um viele weitere Mitmenschen auf das lebensspendende Thema DKMS, Typisierung und Stammzellspende zu sensibilisieren. Beteiligen können sich alle Personen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren.

Auch wenn sie sich also noch nicht typisieren lassen können, so unterstützten doch die Dasinger Ministranten die Aktion mit einem Kuchenverkauf nach dem Gottesdienst. 537 Euro kamen dabei zusammen – Geld, das höchst willkommen ist. Denn jede Typisierung kostet 35 Euro. Hier ist die DKMS auf Spenden angewiesen. (AN)

Hilfe „Gemeinsam gegen Blutkrebs – Dein Typ ist gefragt!“, heißt es am verkaufsoffenen Sonntag, 10. März, von 13 bis 17 Uhr im Dasinger Rathaus. Spenden werden erbeten auf das Konto der DKMS bei der VR-Bank Neuburg-Rain, IBAN DE80 7216 9756 0000 6275 69. für Fragen: Brigitte Lehenberger, Telefon 08276/1567.

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