1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Jetzt kommt DSL für Todtenweis

Gemeinderat

09.03.2011

Jetzt kommt DSL für Todtenweis

LEW-TelNet-Angebot über 312000 Euro angenommen. Bach liegt ab vom Schuss

Todtenweis Die Entscheidung für DSL von LEW-TelNet fiel am Mittwoch eindeutig im Todtenweiser Gemeinderat. Mit 9:4 Stimmen wollten die Räte sie auch gleich in dieser Sitzung fällen, nachdem zum Beispiel Ludwig Grammer zuvor Bedenkzeit erbeten hatte. Letztlich stimmten nur drei Räte gegen das Angebot in Höhe von 312000 Euro. Mit dem vom Freistaat in Aussicht gestellten Zuschuss in Höhe von 100000 Euro kämen also Gewerbe und Haushalte in Todtenweis für 212000 Euro in den Genuss von Übertragungsraten zwischen 25 und 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Ihr Ja machten die Räte von dem Zuschuss abhängig.

Auf welche Weise LEW-TelNet die Lechraingemeinde ans schnelle Datennetz koppeln will, erklärte Matthias Ruppert von LEW-TelNet den zwölf Räten und den 14 Zuhörern. Über ein 8,87 Kilometer langes, 96-adrigen Glasfaser-Kabel von Langweid herüber soll je ein Kabelverzweiger (KVz, grauer Telekomkasten) in Sand und Todtenweis direkt ans Glasfasernetz als „aktiver KVz“ bedient werden. Vier KVz bleiben als Passive erhalten. Außerdem plant LEW-TelNet, in Todtenweis selbst mit zwei Multifunktionsgehäusen, sogenannten Outdoor-DSLAMs, die Übertragungsraten hoch zu halten.

Das neue Gewerbegebiet sei nicht Teil dieser Abmachung, weil sonst der Zuschuss gefährdet sei, sagte Bürgermeister Thomas Riß. „Wir werden dort eine Muffe einbauen, damit von diesem Punkt aus alle sich ansiedelnden Betriebe über das eingebaute Leerrohrnetz direkt mit Glasfaser angefahren werden können“, versprach LEW-Planer Franz Langenmeir. Damit wären die Unternehmen dort direkt am Glasfasernetz, am sogenannten Backbone-Netz angebunden und „Übertragungsraten bis zu einem Gigabit pro Sekunde und darüber möglich“, stellte Ruppert in Aussicht.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nicht alle 490 Haushalte in Todtenweis werden durch diese Investitionen an die Datenautobahn gekoppelt. Ganz weg vom Schuss ist der Ortsteil Bach. Da gestanden auch die Macher von LEW, Mathias Ruppert und Franz Langenmeir, keine Möglichkeit zu sehen, wie die Kosten jemals wieder hereinzufahren wären. Ein „Problem“, so Bürgermeister Riß, sind auch die Häuser der Lutzsiedlung. Die liegen relativ nahe an der Aindlinger Vermittlungsstelle und bekämen wegen ihrer derzeit schon einigermaßen hohen Übertragungsrate keinen Zuschuss.

„Binnen eines Jahres“, so Franz Langenmmeir, kann Todtenweis Anschluss an die Datenautobahn erhalten. Darum drängte der Bürgermeister auf eine Entscheidung noch in dieser Sitzung. Langenmeir versprach außerdem, die Kommune werde heuer keine Rechnung von LEW mehr erhalten. Eine Belastung im Haushalt 2011 ist also nicht gegeben.

Den Ausbau des Netzes forciert LEW-TelNet, betreiben wird es M-net. Die Einrichtung eines Anschlusses wird einmalig 99,90 Euro kosten, Fritzbox und Telefonflatrate im Festnetz sind mit dabei. Der Tarif Doppel-Flat zum Beispiel mit 25 Mbit/s kommt auf monatlich 34,90 Euro. 50 Mbit/s kosten einen Aufpreis von 9,90 Euro, eine zweite Telefonleitung noch einmal 2,90 Euro. Die Frage aus dem Gemeinderat, ob das noch billiger werde, beantwortete Gabi Emmerling von M-net: „Wir arbeiten laufend an unseren Tarifen.“

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren