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Sitzung

16.06.2017

Jetzt weht der Gegenwind in „Brand“

Berufung gegen Windräder in Baar nicht zugelassen. Regionalplan stößt auf Widerspruch

Jetzt ist es amtlich: Im Rechtsstreit der Gemeinde Baar um den Bau zweier Windräder im Waldgebiet nördlich der Staatsstraße 2045 wird die Berufung nicht zugelassen. Damit liegt nun auch die formale Bestätigung dessen vor, was im Westen der Gemeinde Baar bereits in die Tat umgesetzt wird. Wie berichtet, haben die Bauarbeiten für zwei Windräder dort bereits begonnen. Bürgermeister Leonhard Kandler informierte seine Gemeinderäte darüber in der jüngsten Sitzung.

Stillschweigend nahmen die Gemeindevertreter diese Information hin, nachdem sie die wortreiche Stellungnahme von Johanna Ruisinger zur Fortschreibung des Regionalplans des Regionalen Planungsverbands Augsburg zustimmend mit einem akademischen Klopfen quittiert hatten. Auch ihre Ausführungen drehten sich ums Thema Windkraft, allerdings an anderer Stelle.

Bereits im ersten Satz der Stellungnahme an den Planungsverband skizzierte sie deutlich die Meinung der Gemeinde: „Die Gemeinde Baar stimmt der Ausweisung des Vorranggebietes für Windenergienutzung südlich von Hemerten nicht zu.“

In ihrer Begründung bezog sich Johanna Ruisinger nicht nur auf die Vergangenheit, den Bürgerentscheid der Baarer gegen die Errichtung der Windkraftanlagen, sondern griff auch Aspekte des Naturschutzes sowie der Lebensqualität auf. Da das Gemeindegebiet Baar an das fragliche Gebiet „Brand“ angrenzt, konnte die Gemeinde eine Stellungnahme abgeben. Bis dato galt das Waldstück als Ausschlussgebiet, doch nun sollen dort weitere Windräder entstehen. Mit Ausnahme von Rathaus-Chef Kandler stimmten alle Gemeinderäte zu, die Stellungnahme wie vorgetragen abzugeben. (brast)

Die Diskussion ist geschlossen.

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