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Kommunalwahl

18.01.2020

Josef Ruisinger will Bürgermeister in Baar werden

Josef Ruisinger
Bild: Johann Ruisinger

Plus Josef Ruisinger stellt sich als Kandidat für den Bürgerverein Baar zur Verfügung. Seine Frau Johanna Ruisinger führt bei der Kommunalwahl eine andere Liste an.

In Baar wird es aller Voraussicht nach bei der Kommunalwahl am 15. März drei Bewerber um das Bürgermeisteramt geben. Am Freitag gab der Bürgerverein Oberes Paartal bekannt, einen Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge des scheidenden Gemeindechefs Leonhard Kandler schicken zu wollen. Auf Anfrage unserer Redaktion gab zweiter Vorsitzender Josef Ruisinger seine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt bekannt. „Es wird höchste Zeit, dass sich was ändert“, findet er. Seine Aufstellung ist am Montag, 20. Januar, geplant.

Josef Ruisinger ist bislang nicht im Gemeinderat vertreten. Aber „ich kenn’ mich aus in Baar“, sagt der 68-Jährige mit einem Lachen in der Stimme. Schließlich ist der Landwirt im Ruhestand ein Baarer Urgewächs. In Baar gibt es momentan zwei Bewerber für das Bürgermeisteramt. Für die Wählergemeinschaft Baar (WGB) tritt der 38-jährige Roman Pekis an. Die Unabhängige Liste Baar (ULB) hat erst am Sonntag den 56-jährigen Josef Reiter als Bürgermeisterkandidat nominiert.

Johanna Ruisinger hat "kein Problem" mit der Kandidatur ihres Mannes

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Vorsitzende der ULB Johanna Ruisinger ist. Die derzeitige zweite Bürgermeisterin Baars führt die ULB-Gemeinderatsliste an und ist die Ehefrau von Josef Ruisinger, der sich nun für den Bürgerverein um das höchste Amt in der Gemeinde Baar bewirbt. Johanna Ruisinger hat damit kein Problem. Sie gibt zu, es sei eine ungewöhnliche Konstellation. Doch ihr Mann habe eine „relativ spontane Entscheidung“ gefällt. Es gebe Gründe für seine Bewerbung und die seien auch nachvollziehbar. Johanna Ruisinger jedenfalls hat kein Problem mit den Ambitionen ihres Mannes, wie sie gegenüber unserer Redaktion versichert. Sie könne sehr gut damit leben, so die zweite Bürgermeisterin.

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Josef Ruisinger ist unzufrieden mit der Politik in Baar

Josef Ruisinger begründet seine Kandidatur mit seiner „Unzufriedenheit mit der Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte in Baar“. Er selbst habe damals für die Unabhängigkeit Baars gekämpft. Die Gemeinde sei 1994 mit großen Zielen in die Selbstständigkeit gegangen „und erreicht haben wir fast nichts“, findet Ruisinger. Als Beispiel nennt er die Dorferneuerung. Dafür habe man Arbeitskreise gebildet und Geld investiert, aber geschehen sei „null komma null“. Ähnlich sei es beim Hochwasserschutz. Deshalb will nun er etwas bewegen. Den Rücken für das Bürgermeisterehrenamt hätte er frei. Ruisinger bezeichnet sich selbst als „Austragler“, die drei Kinder sind erwachsen. Fit sei er außerdem, wie ihm vor kurzem ein Arzt bestätigte. „Der Bürger soll’s entscheiden“, sagt Ruisinger. Für ihn jedenfalls gehe die Welt nicht unter, „wenn ich’s nicht werd“.

Der letzte Kandidat des Bürgervereins war 2014 Konrad Dallmayr. Er unterlag damals mit 48,5 Prozent nur knapp gegen Bürgermeister Leonhard Kandler.

Eine Gemeinderatsliste wird der Bürgerverein nicht aufstellen. Zuletzt hatte es nur eine Liste in Baar gegeben. Diesmal treten mit der ULB und der WGB zwei Listen an.

Die Nominierungsversammlung des Bürgervereins Oberes Paartal findet am Montag, 20. Januar, um 19.30 Uhr im Gasthof Bartlmä in Oberbaar statt. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder und interessierte Bürger, die die Ziele des Bürgervereins unterstützen.

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