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26.04.2018

Jubelt der Ex-Coach auch in Zell?

Spielertrainer Frank Mazur hat nichts gegen Torjubel, er muss wegen großer Verletzungssorgen bei seinem SSV Alsmoos-Petersdorf aber öfters ran als gedacht. Gegen ein Tor bei seinem alten Klub SC Griesbeckerzell beim Spiel am Sonntag hätte er aber sicher nichts.

Fußball-Kreisliga Der SCG kann gegen Frank Mazurs Petersdorfer einen großen Schritt im Aufstiegsrennen machen. SSV ist die Mannschaft der Stunde, hat aber arge Personalsorgen

Aichach/Petersdorf/Pöttmes In der Kreisliga Ost geht es für die Top-Teams in diesen Wochen um die Wurst: Zwischen den ersten vier Mannschaften des Klassements stehen an den kommenden Spieltagen mehrere direkte Duelle an. Griesbeckerzell, den aktuellen Zweitplatzierten, trifft es dabei am härtesten: Der Klub muss noch gegen alle drei direkten Konkurrenten antreten, bekommt es am letzten Spieltag sogar mit dem FC Affing zu tun.

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Vor der ersten richtungsweisenden Partie gegen den SSV Alsmoos-Petersdorf am Sonntag (15 Uhr) gibt sich Spielertrainer Metin Bas selbstbewusst. „Wir haben vier Endspiele vor der Brust, die über einen positiven Ausgang der Saison entscheiden. Gewinnen wir alle Partien, sind wir Meister.“ Der Coach sieht sein Team gerüstet, verweist auf die jüngsten Siege gegen Gerolsbach und Langenmosen. „Da war unser Auftreten wieder besser. Gerade die Körpersprache hat mir gut gefallen.“ In der Woche zuvor hatten die Zeller mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den TSV Rehling die Tabellenführung verspielt. „Meine junge Mannschaft hat den Gegner da völlig unterschätzt. Das war eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt.“ Gegen Petersdorf erwartet Bas eine kämpferische Leistung seiner Spieler, warnt aber auch vor der Offensive des SSV. „Besonders Stefan Simonovic im Sturm müssen wir ausschalten. Und das geht nur über vollen Einsatz.“

In Petersdorf wird man solche Ankündigungen mit Schrecken vernehmen: Den Tabellenvierten plagen beispiellose Verletzungssorgen. Kampfspiele kann man beim SSV im Moment also nicht gebrauchen. Spielertrainer Frank Mazur, der mit bald 39 Jahren eigentlich kürzertreten wollte, muss mittlerweile jedes Wochenende ran. „Die Mannschaft stellt sich momentan von selbst auf. Die verbliebenen Jungs bringen aber einen tollen Teamspirit auf den Platz.“ Trotz der Ausfälle wichtiger Akteure wie Kajetan Schaffer, Markus Kraus und Alexander Benesch haben die Petersdorfer zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen, sich klammheimlich ans Spitzentrio herangeschoben. An eine Top-Platzierung denkt Mazur – trotz rechnerischer Chancen auf den Relegationsrang – aber weiterhin nicht. „Der Zug ist für uns abgefahren, ich schaue auch nicht auf die Tabelle. Unser Ziel ist eher, die Teams über uns zu ärgern.“ Ein Erfolg gegen die Zeller würde das Aufstiegsrennen stark beeinflussen, hätte für den Coach aber auch eine emotionale Bedeutung. Zwischen 2013 und 2016 trainierte Mazur die Zeller, hat noch immer ein freundschaftliches Verhältnis zum Verein.

An seinem Matchplan ändert das aber nichts. „Bei aller Verbundenheit: Wir gehen mit dem Ehrgeiz ins Spiel, gewinnen zu wollen.“ Bei einem Sieg würde der SSV auf sechs Punkte an Zell heranrücken. Nützlich wäre ein Sieg der Petersdorfer auch für Pöttmes. Der TSV liegt vor dem Spiel gegen den BC Aichach (Sonntag, 15 Uhr) auf dem dritten Platz, hat nur sechs Punkte Rückstand auf Rang zwei. Nach Problemen zu Beginn der Rückrunde fuhr die Suszko-Elf zuletzt drei Siege in Folge ein, trifft in der kommenden Woche sogar direkt auf die Zeller. Trotz realistischer Chancen auf die Relegation will auch der Pöttmeser Coach aber nichts vom Aufstieg wissen. „Ich wiederhole mich, wenn ich sage: Wir konzentrieren uns auf uns. Der Blick auf die Tabelle ist verboten.“ Wie sein Petersdorfer Kollege Mazur freut sich auch Suszko stattdessen am Sonntag auf ein Wiedersehen. „BCA-Trainer Vladimir Manislavic kenne ich noch aus meiner Zeit beim FC Augsburg. Da zeigt sich, dass der Fußball eine kleine Welt ist.“ Bei einem Sieg der Pöttmeser und einer Niederlage der Zeller in Petersdorf wird das Aufeinandertreffen der FCA-Ehemaligen aber eine Randnotiz bleiben. Selbst Mariusz Suszko müsste dann mal wieder einen Blick auf die Tabelle werfen.

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