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Jugend forscht

20.02.2018

Jugendliche aus Wittelsbacher Land erfinden praktische Utensilien

Simon Fischer (links) und der Affinger Dennis Hihler mit ihrer selbst entwickelten und gebauten Kopfüberflasche.
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Simon Fischer (links) und der Affinger Dennis Hihler mit ihrer selbst entwickelten und gebauten Kopfüberflasche.
Bild: Florent Kuci

Zwei Azubis aus dem Wittelsbacher Land nehmen ab Mittwoch am Wissenschaftswettbewerb „Jugend forscht“ teil. Was ihre Projekte sind und wie sie dazu kamen.

Ab Mittwoch findet in Augsburg wieder der Regionalwettbewerb „ Jugend forscht“ statt. Zwei Jugendliche aus dem Landkreis sind dabei. Der 18-jährige Dennis Hihler aus Affing und der 16-jährige Johannes Happacher aus Hollenbach. Beide machen eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei MAN in Augsburg. Hihler hat mit zwei Kollegen eine Kopfüberflasche entwickelt und Happacher mit seiner Gruppe einen speziellen Dosenquetscher. Wir fragten die jungen Forscher, was es mit ihren Projekten auf sich hat und wie sie dazu gekommen sind.

Bei der Kopfüberflasche von Dennis Hihler und seinen Arbeitskollegen Florent Kuci und Simon Fischer handelt es sich um einen Prototypen, der ermöglicht, beinahe restlos Flüssigkeiten aus Flaschen zu entnehmen, auch wenn diese schräg gehalten werden. Denn bei Flaschen, bei denen der Inhalt über einen Schlauch entnommen wird, wie zum Beispiel bei Parfüms, funktioniert das meistens nicht in Schräglage – was daran liegt, dass der Schlauch die Flüssigkeit nicht erreicht.

Die Idee kam während der Arbeit

Auf die Idee kamen die drei in der Arbeit. Dennis Hihler erzählt: „Wir haben an der Drehmaschine gearbeitet. Da steht neben dran eine Flasche mit Kühlschmierstoff. Die war ziemlich leer und wir wollten den Rest aus der Flasche bekommen. Das hat nicht geklappt.“ Die Lösung fanden die Auszubildenden in einem Silikonschlauch, den sie mit einem Gewicht versahen. Mittlerweile haben sie mehrere Prototypen gebaut. Allerdings wird noch keiner im Arbeitsalltag benutzt. Mit ihrem Projekt haben die drei im November begonnen. Unterstützt wurden sie dabei von ihrem Arbeitgeber und ihren Ausbildern. Hihler sagt: „Das war wirklich super. Die MAN hat unser ganzes Projekt finanziert.“

Auch die Gruppe, in der Johannes Happacher mitwirkte, kam durch die Arbeit zu ihrem Projekt. Gemeinsam entwickelten die Auszubildenden Benjamin Götz, Jakob Schaller und Happacher einen Dosenquetscher, um Sprühdosen sicher zu entlüften und zusammenzuquetschen. Angefangen haben die drei vor knapp vier Monaten. Happacher erzählt: „Bisher mussten wir in der Arbeit die leeren Alu-Dosen mit einer Anreißnadel oder einem anderen spitzen Gegenstand entlüften. Das ist recht gefährlich.“

Erfindung ist schon in Gebrauch

So seien sie auf die Idee gekommen, ein Gerät zu bauen, welches das Entlüften und Zerkleinern einfacher und sichere mache, so der 16-Jährige. „Der Dosenquetscher funktioniert eins-a“, betont Hapacher. Er werde sogar schon in der Arbeit eingesetzt. Die Vorrichtung benötigt etwa zehn bis zwölf Sekunden, um eine Sprühdose platt zu machen – wenn sie per Hand bedient wird. Aber die jungen Tüftler haben den Dosenquetscher so konstruiert, dass er auch mit einem Akkuschrauber bedient werden kann. „Mit dem Akkuschrauber geht das Kleinmachen noch schneller“, erklärt der 16-Jährige.

Der Regionalentscheid findet morgen und übermorgen im MAN-Museum in Augsburg statt. Dort können Besucher am Donnerstag von 9 bis 14 Uhr die Experimente und Projekte besichtigen. Ausgerichtet wird der Regionalentscheid von den Partnerunternehmen MAN Diesel und Turbo sowie von der Firma Renk.

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