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05.03.2009

Kanal in Grimolzhausen ist zu alt und zu klein

Pöttmes Zu alt und zu klein ist der Kanal im Pöttmeser Ortsteil Grimolzhausen. Der Sanierungsvorschlag, den das Ingenieurbüro Mayr am Dienstagabend im Pöttmeser Marktgemeinderat vorstellte, soll weiter ausgearbeitet werden, beschloss der Rat einstimmig. Um die Hochwassergefahr in den Griff zu bekommen, wird geprüft, wo Wasser vom Ort ferngehalten werden kann.

Der neue Kanal sei nicht für Hochwasser geplant, erläuterte eingangs Diplomingenieur Rupert Mayr junior. Vielmehr solle das Wasser bei Starkregen vom Ort abgelenkt werden. Die Gemeinden seien angehalten, die Kanäle für ein sogenanntes "dreijähriges Regenereignis" auszulegen. Der Kanal, so wie das Büro ihn plane, könne auch ein "fünfjähriges Regenereignis" verkraften. Wenn er noch größer dimensioniert werde, könne der Hauptsammler zur Kläranlage die Wassermassen nicht mehr ableiten, so Mayr.

Im Einzelnen sieht das Konzept vor, in der Pöttmeser Straße den alten Kanal mit 300 Millimeter Durchmesser, der im Gehweg verläuft, vom Ortseingang bis zur Klingsmooser Straße durch einen neuen mit größerem Durchmesser (300 bis 700 Millimeter) in der Straßenmitte zu ersetzen. Die Kirchstraße, durch die der Hauptkanal bisher lief, würde dadurch entlastet.

Querrillen in der Pöttmeser Straße und am Ende des Pertenauer Wegs sorgen dafür, dass bei Starkregen überschüssiges Wasser über die Pöttmeser Straße hinweg und durch den gegenüberliegenden Weg hindurchgelenkt wird, statt in die Bebauung zu fließen. In der Pöttmeser Straße sollen außerdem weitere Senkkästen gesetzt werden sowie Dreizeiler in der Klingsmooser Straße und in der Kirchstraße.

Kanal in Grimolzhausen ist zu alt und zu klein

Für ein Anwesen sind Einzelmaßnahmen nötig

Trotzdem werde ein Anwesen an der Kirchstraße, das im Talkessel liegt, weiter hochwassergefährdet sein, erläuterte Mayr. Hier seien eigene Maßnahmen des Eigentümers nötig, um das Objekt zu schützen.

Am Schulberg soll ein zusätzlicher Fremdwasserkanal, der parallel zum Mischwasserkanal verläuft, das Drainagewasser aufnehmen. In der Sandizeller Straße sollen laut Planer im Zuge der geplanten Straßenbauarbeiten ebenfalls Kanalrohre mit einem größeren Querschnitt (400 bis 600 statt 300 Millimeter) verlegt werden. Südlich eines Anwesens ganz im Osten des Ortes an der Sandizeller Straße könnte man versuchen, das Oberflächenwasser mit einem Graben an der Bebauung vorbei Richtung Staatsstraße zum Durchlass und weiter zum Vorfluter zu lenken. Die Kosten für das ganze Projekt schätzt der Planer auf 900 000 Euro brutto - "nicht zuschussfähig". Der Kanal in der Pöttmeser Straße stammt aus dem Jahr 1955. Damals seien die Kanäle aus ein Meter langen Stücken zusammengesetzt worden, die an den Verbindungen nicht mehr dicht sind. Sie entsprächen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Befahrung vor zehn Jahren habe schon Schäden gezeigt. "Man kommt um einen Neubau nicht herum", so Mayr.

Möglich sei es, das Projekt in zwei Abschnitten umzusetzen, beantwortete Mayr eine Frage, allerdings käme das dann etwas teurer, weil die Baustelle dann zweimal eingerichtet werden müsse. Möglich sei, dass das Staatliche Bauamt einen Teil übernimmt, da die Entwässerung der Staatsstraße nicht ausreichend sei, so Mayr.

Die Abrechnung wird noch vorgestellt

Laut Bürgermeister Schindele sind die Wünsche der Bürger in das Grobkonzept eingearbeitet. Wenn die genaue Planung vorliegt, werde diese den Grimolzhausenern vorgestellt, ebenso der Abrechnungsmodus. Vorgesehen sei, heuer die Planung abzuschließen, die Arbeiten über den Winter auszuschreiben, sodass nächstes Jahr die Ausführung erfolgen könne.

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