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Infrastruktur

27.03.2020

Kanal in Rapperzell muss dringend saniert werden

Gemeinde Schiltberg muss auch bei Kläranlage nacharbeiten, um sie weiter betreiben zu können

Die Kanäle im Schiltberger Gemeindebereich hat das Ingenieurbüro Mayr im Auftrag der Gemeinde untersucht. Die Ergebnisse präsentierte Robert Frank vom Ingenieurbüro im Gemeinderat. Die gute Nachricht: Bei 55 Prozent des Kanals, also bei gut der Hälfte, besteht kein Handlungsbedarf. Beim Rest sind hauptsächlich Reparatur- und Renovierungsarbeiten nötig, um den Eintritt von Grund- beziehungsweise Schichtwasser zu stoppen. Dies könnte in geschlossener Bauweise durchgeführt werden, würde die Gemeinde circa 230000 Euro kosten und könnte dieses und nächstes Jahr stattfinden. Im Bereich der Markusstraße und des Allenberger Weges hingegen ist ein kompletter Neubau nötig. Das ist erst in den Jahren 2022 und 2023 möglich und schlägt mit 400000 Euro zu Buche.

Was den hydraulischen Zustand betrifft, so konnte man sich auf einen Kompromiss einigen. Denn im Kreuzungsbereich der Haupt- und der Markusstraße sowie in der Markusstraße selbst wurde rechnerisch ein Überstau festgestellt. Der Mischwasserkanal in der Hauptstraße und in der Markusstraße hat außerdem gemäß der aktuellen Richtlinien einen zu geringen Durchmesser. Da ein tatsächlicher Überstau aber bisher nicht festgestellt wurde, empfahl das Ingenieurbüro aktuell nur die punktuelle Sanierung. Die Situation sollte aber im Zehnjahresrhythmus mittels Kanalinspektionen überprüft werden. „Hätten wir tatsächlich erweitern müssen, wären wir bei einer Summe von 1,2 Millionen“, berichtete Frank.

Auskunft gab es auch zu Fördermöglichkeiten. Eine staatliche Förderung sei zwar prinzipiell möglich und wird aktuell auch von der Verwaltungsgemeinschaft geprüft, hieß es. Allerdings werde mit ziemlicher Sicherheit die Investitionssumme dafür zu gering sein.

Kanal in Rapperzell muss dringend saniert werden

Thema in der Sitzung war auch die Kläranlage Schiltberg. Für deren Betrieb musste wieder eine wasserrechtliche Erlaubnis eingeholt werden. Der Antrag wurde bereits vor drei Jahren eingereicht und seit Januar 2018 liegt eigentlich offiziell keine wasserrechtliche Erlaubnis mehr vor, aber der Antrag konnte vom Landratsamt wegen Personalproblemen bisher nicht bearbeitet werden, hieß es in der Sitzung. Im Februar 2019 konnte die Gemeinde schließlich das Büro Mayr Ingenieure mit der Erstellung der Unterlagen für das Wasserrechtsverfahren beauftragen. Demnach müssen kurzfristig die Gebläse erneuert, eine mobile Fällmittelstation errichtet sowie der Sauerstoffeintrag durch fest montierte Belüfterplatten erhöht werden, um die Genehmigung für weitere zehn Jahre zu erhalten.

Bürgermeister Josef Schreier informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Breitbandversorgung in Allenberg und Rapperzell. Wie berichtet, wurden beide Ortsteile 2011 ans Breitbandnetz angeschlossen. Da es aber bei dem aktuellen Netzbetreiber immer wieder Probleme gibt, soll nun wie in der restlichen Gemeinde ein Anschluss ans Glasfasernetz der Firma AltoNetz erfolgen. Dafür will die Gemeinde an einem Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung teilnehmen. Die Ausschreibung erfolgt über die Breitbandberatung Bayern GmbH, ein Angebot wird im Laufe des Monats abgegeben.

Nicht nur die Gemeinde selbst hat Baupläne, sondern auch andere. Eine Bauvor- anfrage für zwei Einzelhäuser mit Garage in der Föhrenstraße in Rapperzell hatte der Gemeinderat in ähnlicher Weise schon einmal vorliegen. Damals war aber noch ein Doppelhaus vorgesehen. Nun hat sich die Bauherrin neu entschieden. Der Rat stimmte einstimmig zu.

Einen Schritt weiter sind auch zwei Bauvorhaben in Schiltberg. Dort wollen zwei Bauherren jeweils ans elterliche Anwesen anschließend ihr Einfamilienhaus bauen. Die Grundstücke liegen allerdings im Außenbereich, wodurch jeweils eine Einbeziehungssatzung nötig ist. Für das Bauprojekt an der Straße „Zum Riedfeld“ stimmte der Gemeinderat dem Entwurf von Landschaftsarchitekt Hans Brugger zu. Er wird nun öffentlich ausgelegt. Die zweite Einbeziehungssatzung für das Projekt am Flurweg hat die öffentliche Auslegung schon hinter sich. Nach dem es von den Trägern öffentlicher Belange keine signifikanten Beanstandungen gab, beschloss der Rat die Fassung nun als Satzung. (skw)

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